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Wer vor Publikum sprechen muss, benötigt eine gute Vorbereitung, egal wie gut man im Thema ist. Die folgenden Tipps zum Vorbereiten einer Präsentation sollen Ihnen dabei helfen, strukturiert und effizient Ihre nächste Präsentation vorzubereiten. Denn wer erfolgreich vortragen oder präsentieren möchte, muss sich auch erfolgreich vorbereiten.

  1. Generelle Fragen: die W-Fragen stellen – wann, wie, wo, wer, was, weshalb, warum

– Wann und wo findet die Präsentation statt?

– Wie viel Zeit habe ich?

– Wie ist der Ablauf?

– Wie sieht der Veranstaltungsort aus?

– Wer sind die Zuhörer? Wer ist die Zielgruppe?

– Was erwartet der Auftraggeber von mir?

– Was erwartet das Publikum von mir?

– Warum halte ich diese Präsentation, warum wurde ich als Redner ausgewählt?

– Welches Präsentationsmedium ist am besten geeignet?

2. Inhaltliche Fragen

– Welches Ziel verfolge ich mit meinem Vortrag?

– Wovon möchte ich die Zuhörer überzeugen?

– Worauf kommt es an?

– Was ist mir wichtig?

– Wie lautet meine Botschaft?

– Was ist meine Key Message?

3. Technische Fragen

– Welche technischen Hilfsmittel brauche ich?

– Welche Kommunikationsmittel sind vorhanden (Internet, Laptop, Beamer,

Mikrofon, Leinwand… etc)

Wenn Sie sich gezielt auf eine Rede oder einen Vortrag beziehungsweise eine Präsentation vorbereiten möchten, empfehle ich Ihnen mein Präsentation-Seminar

 „Brillant Präsentieren“ oder ein gezieltes Einzel-Coaching.

Für alle, die gerne online lernen möchten, empfehle ich meinen Selbstlernkurs Präsentationstechnik.

Geheimnisse guter Redner

Reden lernet man durch Reden, haben wir von Cicero gelernt. In meinen Trainings werde ich immer wieder gefragt, warum manche Menschen gut rüberkommen beim Publikum und beim Sprechen vor anderen Menschen einfach eine gute Figur machen, während andere kaum wahrgenommen werden, obwohl sie auch etwas zu sagen hätten.

Ich bin überzeugt, dass man dafür eine gewisse rhetorische Fähigkeit und vor allem viel Übung benötigt. Aber auch mit kleinen Details kann man eine gute Wirkung erzielen.

Hier meine 5 Erfolgsrezepte für Menschen, die bessere Redner werden wollen.

1. Sicherer Stand

Bodenhaftung ist das Stichwort. Wer fest und sicher steht, wirkt auch sicher und kann sein Publikum viel eher überzeugen. Gerne zeige ich Ihnen in meinen Coachings einige Übungen dazu.

2. Lockere Knie

Fest und sicher zu stehen, bedeutet aber nicht, steif wie ein Stock zu sein. Wenn wir Menschen nervös sind, neigen wir dazu, uns anzuspannen und steif zu werden. Um gut rüber zu kommen und entspannt zu wirken, müssen die Knie locker sein. Nur dann kann der Atem auch fließen und der Stress löst sich auf.

3. Aktive Gesten

Sehr oft fragen mich Seminarteilnehmer „Was soll ich mit meinen Händen tun?“ So wie die Knie, sollen auch die Hände locker sein. Beim Sprechen auf einer Bühne müssen die Hände sichtbar sein. Am besten halten Sie die Hände oberhalb der Gürtellinie und verwenden sie für kleine aktive Gesten, die Ihre Worte unterstreichen. Man sagt: Die Geste formuliert das Wort.

4. Blickkontakt mit dem Publikum

Gerne lasse ich in meinen Trainings den übenden Redner folgende Übung zum Blickkontakt absolvieren: Betreten Sie die Bühne, bevor Sie mit dem Sprechen beginnen, holen Sie sich von jedem Seminarteilnehmer einen Blick. Für viele Menschen ist das unerträglich, ich weiß. Aber das ist eine perfekte Übung, um sich dessen bewusst zu werden, dass der Blickkontakt die Verbindung zum Publikum darstellt. Nur wenn diese Verbindung da ist, kommt das gesprochene Wort auch an. Dann werden Sie gehört.

5. Genügend Raum

Hier geht es um das Thema Entfaltung. Wer wie ein kleines Häufchen Elend auf wenigen Quadratzentimetern auf der Bühne steht, wird kaum wahrgenommen. Denken Sie sich vor Ihrem Redeauftritt: Ich habe etwas zu sagen, ich bin es wert, dass man mir zuhört. Daher nehme ich mir auch den Raum, den ich benötige. Erscheinen Sie auf der Bühne in dem Bewusstsein, dass der Platz jetzt Ihnen gehört und sie sich den Raum nehmen dürfen, den Sie benötigen.

Wie Ihre Zuhörer garantiert einschlafen

Erfolgsfaktoren fürs Präsentieren

In meinen Seminaren zu den Themen „Brillant Präsentieren“ oder „Der perfekte Auftritt“ lernen die Teilnehmer, wie Sie ihr Publikum fesseln, wie sie spannend präsentieren, wie sie die Zuhörer in ihren Bann ziehen. Eine beliebte Übung in meinen Trainings ist die Kopfstandübung. Dabei frage ich die Teilnehmer, was sie bei Präsentationen oder Vorträgen tun müssen, damit ihr Publikum garantiert einschläft. Daraus leiten wir dann die Erfolgsfaktoren für Präsentationen ab.

Hier meine 5 Highlights, wie Ihre Zuhörer garantiert einschlafen!

1. Monoton und leise reden

Sprechen ist wie Musik. Wer beim Sprechen nicht gut artikuliert und moduliert, wer eintönig und leise spricht und keine Pausen setzt, wird weniger gut verstanden und verliert als Redner an Glaubwürdigkeit. Schon nach kurzer Zeit hört das Publikum nicht mehr zu und irgendwann beginnt der Dämmerschlaf.

2. Sich nicht bewegen

Wer als Redner stocksteif auf der Bühne steht oder sich hinter dem Pult versteckt, wird auch als starr und unbeweglich wahrgenommen. Um gut und sympathisch rüberzukommen, brauchen wir zwar eine gewisse Standfestigkeit, der obere Teil des Körpers aber sollte aktiv und lebendig sein. Gesten unterstreichen unsere Worte. Und als Vortragender sollten Sie auch den Raum nützen, den Sie zur Verfügung haben.

3. Frontalvortag

Ähnlich dem Frontalunterricht in der Schule lastet dem Frontalvortrag ein negatives Image an. Zu Recht. Abwechslung lautet die Devise. Um die Aufmerksamkeit des Publikums zu steuern, braucht es eine gewisse Dramaturgie und einen Spannungsbogen. Im Englischen gibt es dazu den perfekten Satz: Be a shower not a teller. Wer nur frontal vorträgt, wird mit seiner Botschaft vermutlich nicht ankommen.

4. Unendliche Power-Point Folien im gleichen Design

Wir merken uns rund 30 Prozent von dem was wir sehen und rund 50 Prozent von dem, was wir sehen und hören. Allerdings braucht unser Hirn Abwechslung und Spannung. Power Point ist gut, aber kein Allheilmittel. Wer lebendig und spannend vortragen möchte, sollte auf die Techniken des Inszenieren und Illustrieren setzen und die Interaktion mit dem Publikum suchen.

5. Abgedunkelter Raum

Am schnellsten schlafen Ihre Zuhörer ein wenn Sie die Punkte 4 und 5 kombinieren. Ein dunkler Raum mit einer unendlichen Flut an Folien kombiniert mit langen Textpassagen ist ein Garant für Müdigkeit. Für eine kurze Film- oder Video-Sequenz ist der abgedunkelte Raum erlaubt, beim Präsentieren aber tun Sie gut daran, wieder in den Tageslicht-Modus zu wechseln, damit das Publikum aufmerksam bleibt.

Wollen Sie die Erfolgsfaktoren von guten, spannenden und brillanten Präsentationen kennenlernen, hier geht es zu meinem Trainings-Angebot.

Redeangst überwinden


Kaum jemand, der die Situation nicht kennt. Allein die Vorstellung, vor einer größeren Menschenmenge reden oder vortragen zu müssen, sei es im beruflichen oder im privaten Kontext, lässt viele Menschen erstarren. Redeangst gehört zu den am weitesten verbreiteten Ängsten.

Das muss nicht sein! Die Angst vor dem Sprechen kann man überwinden. Machen Sie sich zunächst einmal bewusst, dass Sie nicht alleine sind. Reden, Vortragen, Präsentieren flösst den meisten Menschen Respekt ein beziehungsweise macht es sie nervös.

Hier meine persönlichen Tipps gegen Redeangst:

1. Lernen Sie einige Entspannungsübungen

In meinen Trainings zeige ich Ihnen gerne einfache, kurze, leicht anwendbare Übungen zur Entspannung sowie Techniken aus dem Mentaltraining, um den Stress zu bekämpfen. Richtiges Atmen hilft ebenfalls gegen Redeangst.

2. Bereiten Sie sich gut und richtig vor

Auch wenn Sie das Thema der Rede oder Präsentation noch so gut kennen oder Experte im Thema sind, die richtige Vorbereitung ist das A und O einer guten Rede und nimmt Ihnen im Vorfeld schon viel Stress. Eine Checkliste zur Vorbereitung einer Rede oder Präsentation finden Sie hier.

3. Fokussieren Sie Ihr Rede-Ziel

Ziele fungieren wie ein Kompass. Fragen Sie sich: „Was will ich mit meinem Vortrag erreichen? Was will das Publikum wissen und was interessiert meine Zuhörer?“ Mit diesem Ziel im Auge formulieren Sie Ihre Botschaft. Wenn Sie Ihre Botschaft auswendig kennen, reduziert sich ihre Redeangst automatisch.

4. Gehen Sie bewusst mit Ihren Ängsten um und üben Sie Ihre Rede im vertrauten Umfeld

Wenn Sie Ihre Rede oder Präsentation fertig haben, lesen Sie die Rede laut vor und/oder bitten Sie eine Ihnen nahestehende Person, Ihnen beim Üben zuzuhören. Dann wissen Sie gleich, ob Ihre Inhalte und Formulierungen auch verstanden werden. Entsprechend dieses Feedbacks adaptieren Sie Ihren Vortrag. Mein persönlicher Tipp: Nehmen Sie sich mit dem Smartphone selbst auf – damit erkennen Sie Stärken und Schwächen sehr genau. Üben Sie so lange, bis Sie das Gefühl haben, dass Ihre Rede wirklich sitzt.

5. Lernen Sie, unmittelbar vor dem Auftritt ruhig zu bleiben.

Atmen Sie bewusst, aktivieren Sie Ihr Zwerchfell, indem Sie gähnen, und atmen Sie auch tief aus, am besten auf einem leicht hörbaren „f“ und zählen Sie dabei im Geist mit. Wenn Sie einige Male lang und tief ausatmen, werden Sie ruhiger. Atem- und Entspannungsübungen helfen Ihnen, die Nerven zu behalten. Auch ein kleiner Spaziergang in der frischen Luft wirkt wahre Wunder und vermindert den Stress. Denken Sie dabei an etwas Schönes oder stellen Sie sich vor, wie Sie den Applaus genießen werden, wenn Sie die Rede hinter sich haben.

6. Teilen Sie Ihre Angst offen mit den Zuhörern

Wir sind alle nur Menschen, also sagen Sie ruhig vor der Präsentation, dass Sie ein wenig aufgeregt sind. Keiner wird Sie deshalb auslachen. Seine Ängste und Bedenken offen zuzugeben, zeugt von Mut und macht Sie beim Publikum sympathisch. Und selbst wenn Sie während der Rede den Faden verlieren oder sich verhaspeln, so ist das kein Malheur. Trinken Sie einen Schluck Wasser, atmen Sie tief ein, suchen Sie sich Ihren Anknüpfungspunkt am Stichwortzettel und sprechen Sie einfach weiter. Eine kleine Pause tut auch den Zuhörern gut, damit Sie das Gesagte verarbeiten können.

7. Halten Sie den Blickkontakt zum Publikum aufrecht

Suchen Sie sich im Publikum eine Person, die Ihnen gewogen ist oder sympathisch erscheint. Wenn Sie nervös werden, schauen Sie zu dieser Person, das gibt Ihnen Sicherheit.

Die 4 Säulen der Präsentorik

Was haben Präsenz, Prägnanz, Beziehung und Botschaft miteinander zu tun?

Wer  im beruflichen Kontext präsentieren muss, hat als Fundament seine Expertise, sein Fachwissen. Aufbauend auf diesem fachlichen Know-How benötigt ein guter Redner unter dem Dach seiner Präsentation vier Säulen, damit die Inhalte von den Zuhörern auch aufgenommen und die Botschaften gehört werden.

Ich möchte Ihnen in diesem Beitrag die vier Säulen einer gelungenen Präsentation  (Quelle: Präsentorik für Profis, Autor Udo Kreggenfeld, managerSeminare Verlags GmbH) vorstellen.

1. Präsenz

Präsent zu sein, heißt im Hier und Jetzt zu sein. Der Redner ist konzentriert, alle Sinne sind auf Empfang geschalten. Er wirkt stimmig, ehrlich und authentisch, er begeistert sein Publikum. Er wirkt echt und man spürt, dass er das, was er sagt, auch so meint.

Woran erkennen Sie, ob Ihr Gegenüber präsent ist?
Sie müssen ihm in die Augen schauen. Da ist ein wacher Blick, ihr Gesprächspartner ist voll und ganz da!

2. Prägnanz

Wer öfters Reden oder Vorträgen lauscht, weiß, wie schnell man gelangweilt ist. Die Kunst der Rhetorik ist es, den Zuhörer zu fesseln. Nur wer seine Inhalte kurz, prägnant und anschaulich vermittelt, wird auch gehört.

Zusätzlich braucht das Publikum Struktur (den roten Faden) und Stimulanz. Benutzen Sie eine bildhafte Sprache und orientieren Sie sich an den Bedürfnissen der Zuhörer. In meinen Rhetorik-Trainings verweise ich daher gerne auf Einstein, der zum Thema Klarheit sagte: „So einfach wie möglich. Aber nicht einfacher.“

3. Beziehung

Wenn die Beziehung nicht stimmt, hört kein Mensch zu. So einfach ist das. Eine Beziehung zum Gegenüber aufbauen heißt, ehrliches Interesse zeigen. Begegnen Sie den Menschen auf Augenhöhe. Auch wenn Sie vor einem größeren Publikum sprechen, reden Sie nicht nur über ein Thema, sondern zu Menschen.

Das bedeutet, dass Sie sich im Vorfeld mit ihrem Publikum auseinandersetzen müssen, sich überlegen, was die Zuhörer interessiert und woraus sie einen persönlichen Nutzen ziehen könnten. Stellen Sie eine Verbindung her, dann gelingt jede Art von Kommunikation.

4. Botschaft

Die Frage „Warum präsentierte ich das Thema“ sollte der Ausgangspunkt jeder Vorbereitung für eine Rede, Präsentation, Vortrag sein. Was ist das Ziel? Wie lautet meine Kernbotschaft? Was soll die Botschaft bewirken?

Die Botschaft soll den Nagel auf den Kopf treffen und idealerweise in den Köpfen der Menschen hängen bleiben.
Formulieren Sie Ihre daher Botschaft kurz, klar und verständlich und wiederholen Sie Ihre Botschaft mindestens 2 – 3 Mal in Ihrer Rede.

Sie fragen sich nun, warum Präsenz, Prägnanz, Beziehung und Botschaft für Sie von Bedeutung sein könnten?

Wenn Sie auf Basis Ihrer Expertise die vier Säulen der Präsentorik anwenden, werden Ihre Präsentationen und Vorträge mit Sicherheit erfolgreich. In meinem Training „Brillant Präsentieren“ erfahren Sie mehr über die vier Säulen der Präsentorik und brillante Präsentationen!