Tipps und Tricks für den Umgang mit Medien und Journalisten

Kompetenz im Umgang mit Medien

Foto: Canva

 

Die vier häufigsten Stolperfallen im Umgang mit Medienvertretern

 

Der größte Fehler im Umgang mit Journalist:innen passiert nicht während des Interviews. Er passiert Minuten davor – wenn sich jemand von einem Anruf überrumpeln lässt und aus dem Stand antwortet, statt sich fünf Sekunden Zeit zum Nachdenken zu nehmen. In über 30 Jahren als Journalistin, Pressesprecherin und Medientrainerin habe ich diesen einen Fehler öfter gesehen als alle anderen zusammen.

Was sind typische Fehler im Umgang mit Medien?

Fehler im Umgang mit Medien sind vermeidbare Verhaltensweisen vor, während und nach einem Interview, die Glaubwürdigkeit kosten – etwa fehlende Vorbereitung, unklare Kernbotschaften oder Unehrlichkeit gegenüber Journalist:innen. Der wirksamste Schutz davor ist eine strukturierte Vorbereitung und ehrliches, transparentes Antwortverhalten.

Fehler 1: Sich vom Anruf überrumpeln lassen

Telefonate und Interviewanfragen von Journalist:innen sind sensibel und brauchen Vorbereitung – auch wenn Sie inhaltlich hervorragend im Thema sind. Lassen Sie sich niemals spontan zu einer Antwort drängen. Hinterfragen Sie zunächst Medium und Kontext und schlagen Sie einen Gesprächstermin vor, der Ihnen mindestens eine halbe Stunde Vorbereitungszeit gibt. Wie bei jeder Präsentation gilt: Vorbereitung ist die halbe Miete.

Fehler 2: Ohne Botschaft ins Gespräch gehen

Wer plan- und ziellos ins Interview geht, vergibt die Chance, mit der eigenen Botschaft zu punkten. Klären Sie vorab: Was ist meine Kernbotschaft? Was will ich, dass die Leser:innen oder Zuschauer:innen am Ende mitnehmen? Welche Fragen könnte der Journalist oder die Journalistin stellen?

Fehler 3: Notlügen statt ehrlicher Antworten

Der größte inhaltliche Fehler im Interview ist es, bewusst die Unwahrheit zu sagen. Wenn Sie etwas nicht genau wissen oder nicht beantworten möchten, sagen Sie das offen. Bitten Sie um Verständnis, dass Sie zu diesem Punkt keine Auskunft geben können – anstatt um den heißen Brei herumzureden oder sich in eine Notlüge zu flüchten. Journalist:innen verzeihen ein ehrliches „Das kann ich Ihnen nicht sagen“ eher als eine später aufgedeckte Unwahrheit.

Fehler 4: Fachjargon statt Klarheit

KISS – Keep it short and simple. Klar und deutlich sprechen, Nebensächlichkeiten weglassen, Fachbegriffe erklären. Wer im eigenen Fachjargon bleibt, verliert die Botschaft, bevor sie ankommt.

Die Grundhaltung, die den Unterschied macht

Seien Sie ein Botschafter oder eine Botschafterin für Ihr Unternehmen: überzeugt, höflich, zuvorkommend – mit sichtbarer Freude an der eigenen Arbeit. Eine gute Gesprächsbasis und Glaubwürdigkeit entstehen nicht durch Technik allein, sondern durch diese Grundhaltung.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die meisten Interview-Fehler entstehen vor dem Gespräch, nicht während.
  • Zeit für Vorbereitung einfordern ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Professionalität.
  • Ehrlichkeit schlägt jede Notlüge – auch strategisch.
  • Eine klare Kernbotschaft entscheidet, was am Ende hängen bleibt.

Medienkompetenz ist trainierbar

In meinem Medientraining bereiten wir genau diese Situationen vor – mit echten Interviewsimulationen und ehrlichem Feedback. Für Führungskräfte, Wissenschaftler:innen und Unternehmer:innen, die vor Mikrofon und Kamera souverän auftreten wollen.

Mehr dazu in meinem Medientraining.

Kontakt: angela@pr-com.at

Für weitere Inspirationen und Tipps: Tragen Sie sich hier in meinen Newsletter ein!

Medientraining

Kompetenz im Umgang mit Medien ist für Führungskräfte, Unternehmer:innen und Selbstständige ein entscheidender Erfolgsfaktor.

 

Besonders vor laufender Kamera oder am Mikrofon fürs Radio fühlen sich viele Menschen unter Druck gesetzt. Ein Interview ist eben kein normales Gespräch – es verlangt selbst medienerfahrenen Menschen ein gehöriges Maß an Fingerspitzengefühl und Vorbereitungszeit ab.

Was macht ein Interview erfolgreich?

Ein erfolgreiches Interview ist eines, bei dem Ihre Kernbotschaft ankommt, ohne dass Sie an Glaubwürdigkeit verlieren. Das gelingt selten spontan – sondern durch gezielte Vorbereitung, eine klare Haltung und die Fähigkeit, auch unter Druck bei der eigenen Botschaft zu bleiben.

Tipp 1: Seien Sie Botschafter:in für Ihr Unternehmen

Überzeugt, höflich, zuvorkommend – und mit sichtbarer Freude an der eigenen Arbeit. Journalist:innen und Publikum spüren, ob jemand hinter dem steht, was er oder sie sagt. Diese Grundhaltung trägt ein Interview mehr als jede rhetorische Technik.

Tipp 2: Bereiten Sie sich gezielt vor

Klären Sie im Vorfeld: Was ist meine Kernbotschaft – was möchte ich dem Journalisten oder der Journalistin sagen? Welche Fragen könnten gestellt werden? Wer das vorab durchdenkt, wirkt im Gespräch spürbar sicherer.

Tipp 3: Schaffen Sie eine gute Gesprächsbasis

Glaubwürdigkeit entsteht nicht erst bei der ersten Antwort, sondern schon im Umgang miteinander davor. Nehmen Sie sich die Zeit für ein kurzes persönliches Wort, bevor es inhaltlich losgeht – das schafft eine Basis, auf der auch kritische Fragen fair bleiben.

Tipp 4: KISS – Keep it short and simple

Klar und deutlich sprechen, Nebensächlichkeiten weglassen, Fachbegriffe erklären. Wer im eigenen Fachjargon bleibt, verliert die Botschaft, bevor sie beim Publikum ankommt.

Tipp 5: Bleiben Sie bei unangenehmen Fragen ruhig

Nicht jede Frage ist wohlwollend gemeint. Wichtig ist, nicht in Rechtfertigung zu verfallen, sondern ruhig zur eigenen Kernbotschaft zurückzuführen: „Das ist ein wichtiger Punkt – und genau deshalb ist mir wichtig zu betonen, dass …“ Diese Brückentechnik gibt Ihnen Kontrolle über das Gespräch zurück, ohne die Frage zu ignorieren.

Tipp 6: Vergessen Sie die Nachbereitung nicht

Nach dem Interview ist vor der Veröffentlichung. Fragen Sie höflich nach dem voraussichtlichen Erscheinungstermin und bieten Sie an, bei Fachbegriffen oder Zahlen für Rückfragen zur Verfügung zu stehen. Das zeigt Professionalität – und reduziert das Risiko von Missverständnissen im fertigen Beitrag.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Haltung wirkt stärker als Technik: Wer überzeugt ist, überzeugt auch.
  • Vorbereitung entscheidet, wie sicher Sie im Gespräch wirken.
  • KISS schützt vor dem häufigsten Fehler: zu viel, zu kompliziert.
  • Eine Brückentechnik hält Sie auch bei kritischen Fragen bei Ihrer Botschaft.
  • Nachbereitung ist Teil des Interviews, nicht optional.

Medienkompetenz ist trainierbar

In meinem Medientraining üben wir genau diese Situationen mit echten Interviewsimulationen und direktem Feedback – für Führungskräfte, Wissenschaftler:innen und Unternehmer:innen, die vor Mikrofon und Kamera souverän auftreten wollen.

Mehr dazu in meinem Interview-Training.

Kontakt: angela@pr-com.at

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Wie Kamera-Feedback Ihre Wirkung sichtbar macht

Die meisten Menschen erschrecken beim ersten Mal, wenn sie sich selbst im Radio hören oder im Fernsehen sehen. Das ist keine Ausnahme, sondern die Regel: Unsere Selbstwahrnehmung und die Wirkung, die wir auf andere haben, klaffen oft weiter auseinander, als wir glauben. Genau an diesem Punkt setzt die Videoanalyse im Training an.

Was ist Videoanalyse im Kommunikationstraining?

Videoanalyse ist eine Trainingsmethode, bei der Teilnehmende in einer realistischen Gesprächs- oder Präsentationssituation gefilmt werden, um ihr Auftreten im Nachhinein gemeinsam mit professionellem Feedback zu reflektieren. Anders als eine Selbsteinschätzung im Moment macht sie sichtbar, was während des Sprechens unbewusst passiert – bei Körpersprache, Stimme und Mimik.

Warum die Lücke zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung so groß ist

Im Gespräch selbst sind wir mit dem Inhalt beschäftigt – mit dem, was wir sagen wollen, nicht damit, wie wir dabei wirken. Körpersprache, Tonfall und Mimik laufen währenddessen weitgehend unbewusst ab. Erst die Aufnahme macht diese Signale greifbar und erlaubt einen Blick von außen auf sich selbst, der im Live-Moment schlicht nicht möglich ist.

Was die Videoanalyse konkret sichtbar macht

  • Körperhaltung und Gestik: Wirkt der Auftritt offen und aufrecht – oder eher verschlossen und angespannt?
  • Mimik: Passt der Gesichtsausdruck zur Botschaft, oder widerspricht er ihr?
  • Stimme und Sprechtempo: Wird zu schnell, zu monoton oder zu leise gesprochen?
  • Pausen: Werden Pausen bewusst zur Betonung genutzt – oder aus Unsicherheit vermieden?
  • Kleine Mankos: Wiederkehrende Gesten oder Angewohnheiten, die vom Inhalt ablenken, ohne dass es der oder dem Sprechenden bewusst ist.

Wie Videoanalyse im Training eingesetzt wird

Beim Training mit der Kamera lernen Teilnehmende, ihre Persönlichkeit gezielt einzusetzen und kleine Unsicherheiten zu erkennen, bevor sie vor echtem Publikum auffallen. Mit wenig Zeitaufwand macht die Methode sowohl Problemfelder als auch bestehende Stärken im persönlichen Auftreten sichtbar – und schafft damit eine konkrete, nachvollziehbare Grundlage für Verbesserung, statt vager Ratschläge.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Selbstwahrnehmung und Fremdwirkung unterscheiden sich meist stärker, als man denkt.
  • Videoanalyse macht unbewusste Signale wie Körpersprache und Stimme sichtbar.
  • Die Methode zeigt gezielt Stärken und Problemfelder – nicht nur Fehler.
  • Wer die eigene Wirkung kennt, kann sie bewusst steuern. Denn nur wer wirkt, wird auch gehört und verstanden.

Die eigene Wirkung kennenlernen

In meinen Trainings ist die Videoanalyse fester Bestandteil – ob im Präsentations-, Medien- oder Interviewtraining. Der Blick auf die eigene Aufnahme ist oft der Moment, der am meisten bewegt.

Mehr dazu in meinem Präsentationstraining oder Medientraining.

Kontakt: angela@pr-com.at

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