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Grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass Lampenfieber, eine gewissen Nervosität vor einem Auftritt, einer Rede, einem Vortrag, einer Präsentation etwas Positives ist. Lampenfieber ist eine natürliche Stressreaktion des Körpers, bei der Adrenalin ausgeschüttet wird. Pulsfrequenz und Blutdruck steigen automatisch an. Energien werden freigesetzt. Es bringt unseren Körper auf Hochtouren! Das Adrenalin schießt ein und macht uns wach, macht uns bereit.

Wenn sich die Nervosität allerdings in schwitzenden Händen, Herzrasen, Stimmversagen oder Ähnlichem äußert, dann braucht es Abhilfe. Zunächst einmal rate ich allen Betroffenen, sich einmal bewusst zu machen, dass kaum jemand im Publikum merkt, dass Sie nervös sind.

Vorbereitung ist alles

Lampenfieber tritt immer in neuen und ungewöhnlichen Situationen auf. Daher ist mein Rat, sich gut auf die Situation vorzubereiten und sich mit den Gegebenheiten vor Ort aktiv auseinanderzusetzen. Wenn man mit dem Thema vertraut und inhaltlich gut vorbereitet ist und sich vorher mit den Räumlichkeiten der Veranstaltung oder dem Ablauf vertraut macht, dann ist ein Teil des Schreckens schon genommen. Denn Lampenfieber ist besonders ausgeprägt, wenn man nicht weiß, was auf einen zukommt.

In meinen Präsentationsseminaren und Rhetoriktrainings werde ich immer nach den ultimativen Tipps und Übungen gefragt, die kurz vor einem Auftritt, einer Rede oder einer Präsentation gegen Lampenfieber und Nervosität helfen.

Hier möchte ich eine Atemübung zum Stressabbau vorstellen:

Bevor man dann auf die Bühne geht, ans Rednerpult tritt oder das Rotlicht der Kamera aufleuchtet, empfehle ich eine kleine Atemübung, die die Spannung löst. Stellen Sie sich hüftbreit mit lockeren Knien hin und legen Sie eine Hand auf den Bauchnabel. Versuchen Sie, Ihren Atem bewusst wahrzunehmen. Atmen Sie tief in den Bauch ein, halten Sie den Atem für einen Moment an, dann atmen Sie mit einem fffffff so lange aus, bis Sie keine Luft mehr im Bauch haben. Versuchen Sie, die Atmung automatisch kommen zu lassen, ohne sie bewusst zu steuern.

Wenn Sie diese Übung einige Male wiederholen, werden Sie merken, dass Sie entspannter und ruhiger werden. Der Atem fließt frei und Sie können nun die positiven Effekte des Lampenfiebers nützen: Sie sind hochkonzentriert, Ihre Aufmerksamkeit ist erhöht. Sie sind präsent. Nehmen Sie eine selbstbewusste Körperhaltung ein und treten Sie vor Ihr Publikum. Vertrauen Sie auf sich selbst („ich schaffe das“) und schon nach kurzer Zeit werden Sie merken, dass sich das Lampenfieber verflüchtigt.

Alle anderen Tipps gegen Lampenfieber habe ich in einer praktischen Checkliste für Sie zusammengefasst!

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Redeangst überwinden


Kaum jemand, der die Situation nicht kennt. Allein die Vorstellung, vor einer größeren Menschenmenge reden oder vortragen zu müssen, sei es im beruflichen oder im privaten Kontext, lässt viele Menschen erstarren. Redeangst gehört zu den am weitesten verbreiteten Ängsten.

Das muss nicht sein! Die Angst vor dem Sprechen kann man überwinden. Machen Sie sich zunächst einmal bewusst, dass Sie nicht alleine sind. Reden, Vortragen, Präsentieren flösst den meisten Menschen Respekt ein beziehungsweise macht es sie nervös.

Hier meine persönlichen Tipps gegen Redeangst:

1. Lernen Sie einige Entspannungsübungen

In meinen Trainings zeige ich Ihnen gerne einfache, kurze, leicht anwendbare Übungen zur Entspannung sowie Techniken aus dem Mentaltraining, um den Stress zu bekämpfen. Richtiges Atmen hilft ebenfalls gegen Redeangst.

2. Bereiten Sie sich gut und richtig vor

Auch wenn Sie das Thema der Rede oder Präsentation noch so gut kennen oder Experte im Thema sind, die richtige Vorbereitung ist das A und O einer guten Rede und nimmt Ihnen im Vorfeld schon viel Stress. Eine Checkliste zur Vorbereitung einer Rede oder Präsentation finden Sie hier.

3. Fokussieren Sie Ihr Rede-Ziel

Ziele fungieren wie ein Kompass. Fragen Sie sich: „Was will ich mit meinem Vortrag erreichen? Was will das Publikum wissen und was interessiert meine Zuhörer?“ Mit diesem Ziel im Auge formulieren Sie Ihre Botschaft. Wenn Sie Ihre Botschaft auswendig kennen, reduziert sich ihre Redeangst automatisch.

4. Gehen Sie bewusst mit Ihren Ängsten um und üben Sie Ihre Rede im vertrauten Umfeld

Wenn Sie Ihre Rede oder Präsentation fertig haben, lesen Sie die Rede laut vor und/oder bitten Sie eine Ihnen nahestehende Person, Ihnen beim Üben zuzuhören. Dann wissen Sie gleich, ob Ihre Inhalte und Formulierungen auch verstanden werden. Entsprechend dieses Feedbacks adaptieren Sie Ihren Vortrag. Mein persönlicher Tipp: Nehmen Sie sich mit dem Smartphone selbst auf – damit erkennen Sie Stärken und Schwächen sehr genau. Üben Sie so lange, bis Sie das Gefühl haben, dass Ihre Rede wirklich sitzt.

5. Lernen Sie, unmittelbar vor dem Auftritt ruhig zu bleiben.

Atmen Sie bewusst, aktivieren Sie Ihr Zwerchfell, indem Sie gähnen, und atmen Sie auch tief aus, am besten auf einem leicht hörbaren „f“ und zählen Sie dabei im Geist mit. Wenn Sie einige Male lang und tief ausatmen, werden Sie ruhiger. Atem- und Entspannungsübungen helfen Ihnen, die Nerven zu behalten. Auch ein kleiner Spaziergang in der frischen Luft wirkt wahre Wunder und vermindert den Stress. Denken Sie dabei an etwas Schönes oder stellen Sie sich vor, wie Sie den Applaus genießen werden, wenn Sie die Rede hinter sich haben.

6. Teilen Sie Ihre Angst offen mit den Zuhörern

Wir sind alle nur Menschen, also sagen Sie ruhig vor der Präsentation, dass Sie ein wenig aufgeregt sind. Keiner wird Sie deshalb auslachen. Seine Ängste und Bedenken offen zuzugeben, zeugt von Mut und macht Sie beim Publikum sympathisch. Und selbst wenn Sie während der Rede den Faden verlieren oder sich verhaspeln, so ist das kein Malheur. Trinken Sie einen Schluck Wasser, atmen Sie tief ein, suchen Sie sich Ihren Anknüpfungspunkt am Stichwortzettel und sprechen Sie einfach weiter. Eine kleine Pause tut auch den Zuhörern gut, damit Sie das Gesagte verarbeiten können.

7. Halten Sie den Blickkontakt zum Publikum aufrecht

Suchen Sie sich im Publikum eine Person, die Ihnen gewogen ist oder sympathisch erscheint. Wenn Sie nervös werden, schauen Sie zu dieser Person, das gibt Ihnen Sicherheit.

 

Sind Sie beim Sprechen vor Publikum auch nervös? Redeangst und Lampenfieber müssen nicht sein!

 

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