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Viele Menschen verwechseln Durchsetzungsstärke mit Härte.
Und Einfluss mit Manipulation.

Die Forschung widerspricht.

Im Buch Der Dunkle Faktor von Benjamin E. Hilbig, Morten Moshagen und Ingo Zettler beschreiben die Autoren den sogenannten D-Faktor als gemeinsame Wurzel dunkler Persönlichkeitsmerkmale:
Egoismus, moralische Distanzierung, Machiavellismus, bewusste Inkaufnahme von Schäden für andere – zum eigenen Vorteil.

Kurz gesagt:
Ein hoher D-Faktor bedeutet nicht Stärke.
Er bedeutet geringe innere Hemmung.

Und genau hier liegt die unbequeme Wahrheit:

Leader mit hohem D-Faktor wirken kurzfristig durchsetzungsfähig –
langfristig verlieren sie Vertrauen, Loyalität und Wirkung.

Executive Presence entsteht nicht durch Dominanz.
Sondern durch innere Klarheit, Haltung und ethische Souveränität.

Studien zeigen:
Führungspersönlichkeiten mit niedrigem bis moderatem D-Faktor werden als
– glaubwürdiger
– vertrauenswürdiger
– kooperativer
– und langfristig wirksamer wahrgenommen.

Warum?

Weil Executive Presence mehr ist als das Durchsetzen eigener Interessen.
Sie zeigt sich darin,

  • Einfluss zu nehmen, ohne zu manipulieren
  • klar zu führen, ohne zu beschädigen
  • Macht zu verstehen, ohne sie zu missbrauchen

Charme, Timing, Framing, kommunikative Intelligenz –
das ist Persuasion, nicht dunkle Manipulation.

Oder anders gesagt:

Präsenz ohne Haltung ist nur Lautstärke.
Präsenz mit Haltung ist Führung.

Reflexionsfrage:
👉 Wo in Ihrem Führungsalltag setzen Sie heute mehr auf Wirkung – und wo bewusst auf Haltung?

Dieser Blog-Beitrag ist in meiner Linkedin Serie Eine unbequeme Wahrheit erschienen.

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