Lampenfieber? Gut so. Aber hier ist, was wirklich hilft.

Warum Nervosität vor einem Auftritt kein Problem ist – und drei Techniken, die funktionieren
Ich höre es in jedem Seminar. Von Führungskräften, die täglich vor Teams stehen. Von Expertinnen, die ihr Fach besser kennen als irgendjemand im Raum. Von CEOs, die Entscheidungen treffen, die Märkte bewegen.
„Ich habe fürchterliches Lampenfieber.“
Meine Antwort ist immer dieselbe: Das ist kein Fehler. Das ist Biologie.
Was Lampenfieber wirklich ist
Lampenfieber ist eine natürliche Stressreaktion. Der Körper schüttet Adrenalin aus, Pulsfrequenz und Blutdruck steigen, Energien werden freigesetzt. Das Nervensystem bringt Sie auf Hochtouren – genau dann, wenn Sie es brauchen.
Das Problem ist nicht das Lampenfieber. Das Problem ist die Interpretation.
Wer Lampenfieber als Bedrohung liest, wird blockiert. Wer es als Signal liest – Achtung, das hier zählt – wird fokussiert.
Und noch etwas: Ihr Publikum sieht deutlich weniger von Ihrer Nervosität, als Sie spüren. Das ist keine Aufmunterung. Das ist neuropsychologische Realität.
Drei Techniken, die vor Auftritten wirklich helfen
1. Vorbereitung ist keine Frage der Disziplin – sie ist eine Frage der Strategie
Lampenfieber ist besonders stark, wenn Ungewissheit im Spiel ist. Wenn Sie nicht wissen, was auf Sie zukommt: welcher Raum, welche Technik, welches Publikum, welcher Ablauf.
Die Konsequenz ist einfach: Eliminieren Sie Ungewissheit, wo immer möglich.
Besichtigen Sie den Raum vorab. Testen Sie die Technik. Kennen Sie Ihre Kernbotschaft auswendig – nicht das Manuskript, die Botschaft. Inhaltliche Sicherheit ist der stärkste Anker gegen Nervosität.
Und: Normalisieren Sie die Situation in Gedanken. Nicht als Selbstbetrug, sondern als Haltung. Ich bin vorbereitet. Ich bin kompetent. Ich schaffe das. Das ist kein Motivationsspruch – das ist mentale Steuerung.
2. Atemkontrolle als Führungsinstrument
Tief durchatmen klingt banal. Es ist es nicht.
Kontrollierte Atmung reguliert das autonome Nervensystem – sie senkt Cortisol, stabilisiert die Stimme und gibt Ihnen die Kontrolle zurück, die Stress Ihnen gerade entziehen will.
In Stresssituationen atmen die meisten Menschen flach und schnell. Das verstärkt das Stressgefühl. Der Umkehrschluss funktioniert genauso: ruhige, tiefe Atmung signalisiert dem Gehirn Sicherheit.
Machen Sie es zur Routine. Nicht nur wenn es brennt.
3. Die Atemübung, die ich seit Jahren empfehle
Kurz vor dem Auftritt – hinter der Bühne, im Vorraum, auf dem Weg zum Podium:
- Stellen Sie sich hüftbreit hin, Knie leicht locker
- Eine Hand auf den Bauchnabel
- Tief in den Bauch einatmen
- Kurz halten
- Langsam mit einem langen fffffff ausatmen – bis kein Atem mehr da ist
- Den nächsten Atemzug automatisch kommen lassen, ohne ihn zu steuern
Wiederholen Sie das drei bis fünfmal. Sie werden ruhiger. Die Stimme trägt wieder. Die Konzentration schärft sich.
Was dann bleibt, ist das Beste am Lampenfieber: erhöhte Wachheit, Fokus, Präsenz. Genau das, was einen starken Auftritt von einem durchschnittlichen unterscheidet.
Was Executive Presence damit zu tun hat
Nervosität ist kein Zeichen von Schwäche. Sie zu verstecken kostet Energie. Sie zu nutzen ist Können.
Führungskräfte mit starker Executive Presence wirken nicht deshalb souverän, weil sie kein Lampenfieber haben. Sie wirken souverän, weil sie gelernt haben, es zu kanalisieren.
Das ist kein Talent. Das ist Handwerk.
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