#9 Frauen führen anders. Warum das ein Vorsprung ist.

Female Leadership und Exexutive Presence: Eine unbequeme Wahrheit
Frauen führen anders. Warum das ein Vorsprung ist.
➡️ Die unbequeme Wahrheit zuerst
Eine groß angelegte Analyse von Zenger & Folkman, veröffentlicht in der Harvard Business Review (2019), wertete über 60.000 360-Grad-Feedbacks aus – entlang von 16 zentralen Führungskompetenzen.
Das Ergebnis ist eindeutig:
Frauen wurden in 84 % der gemessenen Kompetenzen höher bewertet als ihre männlichen Kollegen.
Männer lagen in genau einer Kategorie vorne: passives Management – also Nicht-Eingreifen, Abwarten, Nicht-Führen.
Diese Daten stammen nicht aus einer emotionalen Grundsatz-Debatte.
Sie basieren auf 360-Grad-Feedbacks aus Organisationen unterschiedlichster Branchen.
Und dennoch hält sich hartnäckig eine Frage, die eigentlich längst beantwortet sein müsste:
Können Frauen führen?
Stattdessen sollte die Frage heißen:
Warum ignorieren Systeme weiterhin, was empirisch längst belegt ist?
Wer heute noch an der Führungsfähigkeit von Frauen zweifelt, zweifelt nicht an Frauen.
Sondern an Fakten.
10 wissenschaftlich belegte Leadership-Vorteile von Frauen
- Transformationale Führung
Frauen führen häufiger inspirierend, entwicklungsorientiert und motivierend – ein Stil, der in komplexen Umfeldern als besonders wirksam gilt.
(Eagly, Johannesen-Schmidt & van Engen, 2003) - Empathie mit Leistungswirkung
Empathische Führung steigert Engagement, Loyalität und Performance messbar. Frauen werden hier konsistent höher bewertet.
(Zenger & Folkman, HBR, 2020) - Krisenkompetenz
Während der COVID-19-Pandemie zeigte sich der größte je gemessene Kompetenzvorsprung von Frauen – insbesondere in Kommunikation und Vertrauensaufbau.
(Zenger & Folkman, HBR, 2020) - Initiative und Ergebnisstärke
In Resilienz, Initiative und Zielerreichung werden Frauen signifikant höher bewertet. Das Klischee mangelnder Ergebnisorientierung ist empirisch widerlegt.
(Zenger & Folkman, HBR, 2019) - Integrität als Führungsfaktor
Frauen schneiden konsistent höher in Ehrlichkeit und Vertrauensaufbau ab – ein entscheidender Faktor in Zeiten sinkender institutioneller Glaubwürdigkeit.
(Zenger & Folkman, HBR, 2019) - Innovationskraft durch Diversität
Diverse Führungsteams entscheiden differenzierter und innovativer. Unternehmen mit höherem Frauenanteil zeigen signifikant stärkere Innovationsleistung.
(Nature Portfolio, Humanities and Social Sciences Communications, 2024) - Governance-Qualität
Unternehmen mit mehr Frauen in Aufsichtsgremien verzeichnen signifikant weniger Governance-Skandale.
(MSCI Board Diversity Research) - Lern- und Feedbackorientierung
Frauen investieren aktiver in Weiterentwicklung und reflektieren ihr Führungsverhalten intensiver – ein zentraler Hebel für Zukunftsfähigkeit.
(Zenger & Folkman, HBR, 2019) - Demokratische UND klare Führung
Meta-Analysen zeigen höhere Bewertungen in partizipativer, ethischer und zugleich leistungsorientierter Führung.
(Paustian-Underdahl et al., Leadership Quarterly, 2024) - Mitarbeiterbindung und wirtschaftlicher Erfolg
Unternehmen mit über 30 % Frauen in Führung übertreffen Wettbewerber häufiger finanziell – getragen von höherem Engagement und psychologischer Sicherheit.
(McKinsey, 2024)
👉 Reflexionsfrage
Wer wird in Ihrem Unternehmen gesehen, gehört und als „führungstauglich“ wahrgenommen –
und wer trägt Verantwortung, ohne im Entscheidungsraum präsent zu sein?
Wenn Sie als Frau in Verantwortung nicht länger darauf warten möchten, entdeckt zu werden, sondern Ihre Wirkung gezielt gestalten wollen – mit Klarheit, Präsenz und einer Führungskraft, die nicht angepasst, sondern authentisch ist – dann ist „Unübersehbar“ der konsequente nächste Schritt.
Denn Führung entsteht nicht im Stillen.
Sie entsteht dort, wo Kompetenz sichtbar wird.
Barbara Riedl-Wiesinger und ich begleiten Sie dabei.
Alle Informationen finden Sie hier:
kommunikations-trainerin.at/unuebersehbar

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