Für Führungskräfte, C-Level Manager:innen und Unternehmer:innen

 

Die 5 Z, die wirklich zählen

 

„Bei uns wird Wertschätzung großgeschrieben.“

Diesen Satz findet man in Unternehmensleitbildern, auf Karriereseiten und in Führungsgrundsätzen. Im Arbeitsalltag erleben Mitarbeitende Wertschätzung allerdings nicht durch Leitbilder. Sie erleben sie – oder eben nicht – im konkreten Verhalten ihrer Führungskraft.

Nimmt sich jemand Zeit für mich?
Hört mir meine Führungskraft wirklich zu?
Wird mein Beitrag gesehen?
Ist meine Meinung gefragt?
Werden Erfolge überhaupt wahrgenommen?

Genau hier entscheidet sich, ob Wertschätzung nur ein gut klingender Begriff bleibt oder tatsächlich Teil der Führungskultur wird.

Eine einfache Orientierung dafür bieten die 5 Z der Wertschätzung: Zeit, Zuhören, Zustimmung, Zu Rate ziehen und Zelebrieren.

1. Zeit: Wertschätzung beginnt mit Priorität

Zeit ist eines der stärksten Signale von Wertschätzung – gerade im Führungsalltag.

Wer sich Zeit nimmt, zeigt: Du bist mir wichtig.

Das bedeutet nicht, dass Führungskräfte jederzeit verfügbar sein müssen. Es bedeutet vielmehr, Zeit bewusst und verlässlich einzusetzen: für Gespräche, Feedback und Klärung, für Vorbereitung statt spontaner Reaktion – und auch dann, wenn ein Gespräch unangenehm werden könnte.

Gerade unter hoher Arbeitsbelastung werden Gespräche gerne verschoben: „Lassen Sie uns das später besprechen.“ Aus dem später wird nächste Woche. Aus nächster Woche irgendwann.

Die unbequeme Frage lautet deshalb: Ist Zeitmangel tatsächlich immer ein Organisationsproblem – oder manchmal auch eine Frage der Priorität und Haltung?

2. Zuhören: Wer führen will, muss verstehen

Zuhören ist weit mehr als zu schweigen, während jemand anderer spricht. Gutes Zuhören bedeutet aktive Präsenz.

Dazu gehört, Menschen ausreden zu lassen, nachzufragen statt vorschnell zu bewerten und auch wahrzunehmen, was zwischen den Zeilen mitschwingt.

Die Botschaft lautet:

„Ich will wirklich verstehen, was Sie mir sagen.“

Das klingt selbstverständlich. Ist es aber nicht.

In Gesprächen sind wir häufig bereits mit unserer Antwort beschäftigt, während unser Gegenüber noch spricht. Wir interpretieren, bewerten und suchen nach Lösungen.

Wir hören – aber wir hören nicht wirklich zu.

Für Führungskräfte ist das besonders relevant. Denn wer nicht zuhört, übersieht möglicherweise wichtige Informationen, Widerstände, Konflikte oder gute Ideen.

Wer nicht zuhört, kann auf Dauer auch nicht wirksam führen.

3. Zustimmung: Leistung konkret sichtbar machen

Wertschätzung wird häufig mit Lob gleichgesetzt. Doch ein schnelles „Super gemacht!“ verliert schnell an Wirkung.

Zustimmung bedeutet vielmehr, konkret anzuerkennen, was jemand geleistet oder beigetragen hat.

Welche Leistung war besonders wertvoll?
Welcher Einsatz hat einen Unterschied gemacht?
Welche Entwicklung ist sichtbar geworden?

Statt:

„Das war eine tolle Präsentation.“

könnte eine Führungskraft beispielsweise sagen:

„Sie haben die komplexen Zahlen auf drei klare Aussagen reduziert. Dadurch war die Entscheidung für uns wesentlich leichter.“

Der Unterschied ist entscheidend: Die zweite Aussage zeigt, dass die Leistung tatsächlich wahrgenommen wurde.

Zustimmung bedeutet dabei keineswegs Harmonie um jeden Preis. Führungskräfte müssen nicht mit allem einverstanden sein.

Die dahinterliegende Botschaft lautet vielmehr:

„Ich sehe Ihren Beitrag. Und das, was Sie einbringen, zählt.“

4. Zu Rate ziehen: Menschen nicht nur informieren, sondern einbeziehen

Eine besonders starke Form der Wertschätzung wird im Führungsalltag häufig unterschätzt: Menschen nach ihrer Einschätzung zu fragen.

„Wie sehen Sie das?“
„Was würden Sie empfehlen?“
„Was übersehen wir möglicherweise?“
„Welche Lösung halten Sie für sinnvoll?“

Wer Mitarbeitende zu Rate zieht, signalisiert:

„Ihre Expertise und Ihre Perspektive sind relevant.“

Das bedeutet nicht, dass jede Entscheidung demokratisch getroffen werden muss. Die Verantwortung für Entscheidungen bleibt dort, wo sie hingehört.

Aber Menschen einzubeziehen, bevor eine Entscheidung getroffen wird, kann nicht nur die Qualität von Entscheidungen verbessern. Es stärkt auch Verantwortung und Beteiligung.

Wertschätzung heißt damit auch: Ich traue Ihnen zu, einen relevanten Beitrag zu leisten.

5. Zelebrieren: Erfolg braucht Aufmerksamkeit

Projekt abgeschlossen. Ziel erreicht. Schwierige Situation gemeistert.

Und schon wartet die nächste Aufgabe.

Genau das ist in vielen Unternehmen Realität. Wir analysieren ausführlich, was nicht funktioniert hat – und gehen erstaunlich schnell darüber hinweg, wenn etwas funktioniert hat.

Doch Erfolge brauchen Sichtbarkeit, sonst verlieren sie einen Teil ihrer Wirkung.

Zelebrieren bedeutet dabei nicht zwangsläufig Champagner, große Bühne oder Firmenfeier.

Es kann bedeuten, einen erreichten Meilenstein bewusst anzusprechen, Fortschritte anzuerkennen und gemeinsam kurz festzuhalten:

„Das haben wir geschafft.“

Dabei sollten nicht nur Endergebnisse zählen. Auch Fortschritte, Lernschritte und gemeinsam bewältigte schwierige Phasen verdienen Aufmerksamkeit.

Die Botschaft dahinter lautet:

„Was wir gemeinsam leisten, hat Bedeutung.“

Das stärkt Motivation, Identifikation und das Gefühl, mit der eigenen Arbeit etwas zu bewirken.

 

Wertschätzende Führung braucht keine großen Gesten

Die 5 Z zeigen etwas Entscheidendes: Wertschätzung in der Führung ist weniger eine Frage großer Gesten als des täglichen Verhaltens.

Sie zeigt sich darin, wem wir Zeit geben.
Wie aufmerksam wir zuhören.
Ob wir Beiträge konkret anerkennen.
Wessen Expertise wir einbeziehen.
Und ob wir Erfolge bewusst wahrnehmen.

Zeit. Zuhören. Zustimmung. Zu Rate ziehen. Zelebrieren.

Gerade in einer Arbeitswelt, die von Effizienz, KI, Veränderung und Dauerbeschleunigung geprägt ist, werden diese fünf Verhaltensweisen wichtiger – nicht weniger.

Denn Technologie kann Prozesse beschleunigen. Sie kann Informationen strukturieren und Entscheidungen vorbereiten.

Aber sie ersetzt nicht das menschliche Signal:

„Ich sehe Sie. Ich höre Sie. Und Ihr Beitrag zählt.“

Ein kurzer Selbstcheck für Führungskräfte

Denken Sie an Ihre vergangenen sieben Arbeitstage:

  • Wem haben Sie bewusst Zeit gegeben?
  • Wem haben Sie zugehört, ohne sofort eine Lösung anzubieten?
  • Welche konkrete Leistung haben Sie anerkannt?
  • Wen haben Sie aufgrund seiner oder ihrer Expertise zu Rate gezogen?
  • Welchen Erfolg oder Fortschritt haben Sie mit Ihrem Team bewusst gewürdigt?

Wenn Ihnen zu jedem der fünf Z spontan eine Situation einfällt, ist Wertschätzung wahrscheinlich bereits sichtbar in Ihrem Führungsalltag.

Wenn nicht, liegt darin eine Chance.

Denn wertschätzende Führung beginnt nicht mit einem neuen Leitbild.

Sie beginnt mit dem nächsten Gespräch.

 

Wertschätzung zeigt sich in Kommunikation

Wertschätzende Führung entsteht nicht durch gute Absichten, sondern wird im täglichen Verhalten sichtbar: in Gesprächen, im Zuhören, im Feedback, in schwierigen Situationen und darin, wie Führungskräfte ihre Mitarbeitenden einbeziehen.

Genau hier setzt mein Seminar VERBAL POWER 2.0 Wertschätzende Kommunikation im KI-Zeitalter  an. Führungskräfte lernen, klar und gleichzeitig wertschätzend zu kommunizieren, schwierige Gespräche souverän zu führen, aktiv zuzuhören und mit den richtigen Fragen Verantwortung und Beteiligung zu fördern.

Sie möchten Führungskommunikation in Ihrem Unternehmen gezielt stärken?
Gerne konzipiere ich das Seminar passend zu Ihren Führungskräften, aktuellen Herausforderungen und konkreten Praxissituationen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden: Tragen Sie sich hier in meine Liste ein und verpassen Sie keine neuen Impulse zu Führungskommunikation und Executive Presence sowie aktuelle Seminartermine.

 

Schwierige Gespräche

Der Executive Presence Leitfaden

Die meisten Führungskräfte führen schwierige Gespräche nicht schlecht, weil ihnen Empathie fehlt. Sie führen sie schlecht, weil sie keine Methode haben. Und weil sie Konflikt mit Eskalation verwechseln.

Warum schwierige Gespräche scheitern – die drei häufigsten Denkfehler

Bevor Methode greift, lohnt der Blick auf das, was Führungskräfte systematisch falsch annehmen.

1. Der Klarheits-Irrtum Viele glauben, ein schwieriges Gespräch werde leichter, wenn man die Botschaft nur deutlich genug formuliert. Das Gegenteil stimmt. Chris Argyris hat in seinen Arbeiten zu „defensiven Routinen“ gezeigt: Je direkter die Botschaft ohne Beziehungskontext, desto sicherer der Widerstand. Klarheit ohne Bindung wirkt wie Angriff.

2. Der Harmonie-Irrtum Wer schwierige Gespräche vermeidet, um „die Stimmung zu schützen“, zerstört Vertrauen schneller als jedes harte Wort. Amy Edmondson (Harvard Business School) belegt seit Jahrzehnten: Teams mit psychologischer Sicherheit streiten mehr, nicht weniger. Vermiedene Konflikte verschwinden nicht – sie verlagern sich in Subtext, Mikropolitik und Flurfunk.

3. Der Argument-Irrtum Schwierige Gespräche werden nicht über Argumente entschieden. Sie werden über Geschichten entschieden – die Geschichte, die jede Seite sich über die Situation erzählt. Das Harvard-Negotiation-Projekt (Stone, Patton, Heen: Difficult Conversations) hat dafür ein präzises Modell: Jedes schwierige Gespräch ist in Wahrheit drei Gespräche gleichzeitig – das Sach-, das Gefühls- und das Identitätsgespräch.

Wer nur das Sachgespräch führt, verliert die anderen beiden – und das gesamte Gespräch.

Vorbereitung: Die strategische Phase

Schwierige Gespräche werden nicht im Raum gewonnen, sondern in der Vorbereitung. Vor jedem Gespräch arbeite ich mit meinen Sparring-Klient:innen sechs Fragen durch:

  • Sachebene: Was ist nachweisbar passiert? Welche Daten habe ich – und welche fehlen mir?
  • Eigenanteil: Welcher Anteil an der Eskalation liegt bei mir? (Diese Frage trennt Profis von Amateuren.)
  • Identität: Was steht für mein Gegenüber auf dem Spiel – beruflich, persönlich, biografisch?
  • Ziel: Was will ich nach dem Gespräch erreichen – nicht in ihm?
  • Beziehung: Wie soll unsere Zusammenarbeit in drei Monaten aussehen?
  • Worst Case: Was passiert, wenn das Gespräch eskaliert – und welchen Plan B habe ich?

Diese Fragen kosten 15-20 Minuten. Sie ersparen Ihnen oft Monate Reparaturarbeit.

 

Setting: Ort, Zeit, Format als strategische Variable

Der Rahmen ist Teil der Botschaft. Eine Kündigung im Großraumbüro, ein Kritikgespräch zwischen zwei Meetings, ein Konfliktklärungsversuch per Slack – das sind nicht logistische Pannen, sondern Führungsfehler.

Drei Prinzipien:

  • Symmetrie statt Hierarchie. Nicht hinter Schreibtisch sitzen, wenn die Botschaft schwer ist. Über-Eck-Setting wirkt offener als Frontal-Setting.
  • Pufferzeit. Mindestens 30 Minuten nach Gesprächsende ohne Folgetermin – für beide Seiten.
  • Keine Zwischen-Tür-Gespräche. Die wichtigsten Sätze fallen nie auf dem Gang.

Im Gespräch: Das Drei-Ebenen-Framework

Hier wird es konkret. Stellen Sie sich vor, Sie müssen einer langjährigen Führungskraft eröffnen, dass sie ihren Bereich verliert. Die meisten beginnen mit der Sache. Das ist der erste Fehler.

Ebene 1 – Beziehung aktivieren (60 Sekunden): Anerkennen Sie die Geschichte, bevor Sie die Nachricht überbringen. Nicht weichspülen – verankern. „Wir arbeiten seit acht Jahren zusammen. Was ich Ihnen heute sagen werde, fällt mir nicht leicht, und ich möchte, dass Sie es im Kontext dieser acht Jahre hören.“

Ebene 2 – Sache benennen (klar, kurz, ohne Konjunktiv): Vermeiden Sie „eigentlich“, „leider“, „ein Stück weit“. Diese Wörter wirken nicht freundlich, sondern feig. Klare Sätze sind respektvoller als verschleierte. „Die Entscheidung des Vorstands lautet: Sie übernehmen ab Q3 nicht mehr die Bereichsleitung.“

Ebene 3 – Raum öffnen (aktiv zuhören): Jetzt schweigen. Lange schweigen. Die häufigste Schwäche von Führungskräften in schwierigen Gesprächen: Sie reden den Schmerz des Gegenübers weg, weil sie ihn selbst nicht aushalten. Aktives Zuhören bedeutet hier: Pausen zulassen, paraphrasieren, nicht rechtfertigen.

Wenn es emotional wird: Eskalation entschärfen

Emotionen sind kein Störfall im schwierigen Gespräch. Sie sind das Gespräch. Wer Emotionen wegmoderiert, verliert. Wer sie nutzt, führt.

Drei Techniken aus der Verhandlungspsychologie:

  • Benennen statt bewerten. „Ich sehe, dass Sie das wütend macht.“ – nicht „Beruhigen Sie sich.“ Die Forschung von Matthew Lieberman (UCLA) zeigt: Benennen von Emotionen reduziert deren Aktivität in der Amygdala messbar (affect labeling).
  • Atmen sichtbar machen. Wenn Ihr Gegenüber hyperventiliert, atmen Sie selbst sichtbar langsam. Spiegelneuronen übernehmen den Rhythmus – ohne ein Wort.
  • Bühne wechseln. Ein Schluck Wasser, ein Aufstehen, ein „Lassen Sie uns kurz Luft holen“ – das ist keine Schwäche, sondern Souveränität.

Der Abschluss: Was zu tun bleibt

Die letzten drei Minuten eines schwierigen Gesprächs entscheiden über seine Halbwertszeit. Was bleibt hängen?

  • Verbindliche Vereinbarung: Wer macht was bis wann?
  • Schriftliche Zusammenfassung: Innerhalb von 24 Stunden, schriftlich, neutral formuliert.
  • Follow-up: Termin für Reflexion in 7 bis 14 Tagen – auch und gerade, wenn das Gespräch unangenehm war.

Wer nach einem schwierigen Gespräch verschwindet, hinterlässt einen Schatten. Wer nachfasst, hinterlässt Führungsqualität.

Schwierige Gespräche sind ein erlernbares Handwerk – kein Talent. Wenn Sie ein konkretes Gespräch vorbereiten oder Ihre Gesprächsführung im Führungsalltag auf das nächste Niveau heben wollen, finden Sie hier passende Formate:

 

Neue Seminare, aktuelle Termine, Impulse zu Führungskommunikation und Executive Presence – tragen Sie sich hier ein und verpassen Sie nichts.

KI in der Führung

Warum Führung neu gedacht werden muss

– und Kommunikation jetzt entscheidend wird

Künstliche Intelligenz verändert Arbeitsprozesse, Entscheidungswege und Kommunikationsformen schneller, als viele Organisationen Schritt halten können. Führungskräfte stehen vor einer zentralen Frage: Welche Rolle spielt KI in der Führung künftig – und was bleibt eindeutig menschliche Aufgabe?

In den letzten Wochen habe ich mich intensiv mit diesem Spannungsfeld beschäftigt. Aus zahlreichen Gesprächen mit Führungskräften, eigenen Recherchen und praktischer Erfahrung ist ein klares Bild entstanden: KI wird bleiben. Aber Führung darf nicht delegiert werden.

Daraus ist mein neues Seminar entstanden:


„KI als Co-Pilot in der Führung“

WHY – Warum KI in der Führung jetzt zum Thema werden muss

KI analysiert Daten, strukturiert Inhalte, formuliert Texte und bereitet Entscheidungsgrundlagen vor. Sie kann Prozesse beschleunigen und Komplexität reduzieren – das ist unbestritten.

Was KI in der Führung nicht leisten kann:

  • Verantwortung übernehmen
  • Vertrauen aufbauen
  • Stimmungen im Team wahrnehmen
  • Haltung zeigen
  • Schwierige Gespräche führen

Gerade deshalb wird die kommunikative Kompetenz von Führungskräften künftig noch entscheidender. In einer digitalisierten Arbeitswelt brauchen Mitarbeitende mehr Orientierung, nicht weniger. Mehr Klarheit. Mehr Dialog. Mehr Verlässlichkeit.

Technologie ersetzt keine Führung – sie verstärkt sie. Im Guten wie im Schlechten.

HOW – KI als Co-Pilot sinnvoll einsetzen: So geht es

KI ist kein Ersatz für Führung, sondern ein Werkzeug. Richtig eingesetzt, kann sie Führungskräfte spürbar entlasten – etwa bei:

  • Strukturierung komplexer Themen und Projekte
  • Vorbereitung von Meetings und Präsentationen
  • Entwicklung von Gesprächsleitfäden
  • Reflexion von Entscheidungen
  • Szenarienanalyse und strategischer Vorbereitung

Die Verantwortung für Tonalität, Haltung und Beziehungsgestaltung bleibt dabei stets beim Menschen.

Führung bedeutet, bewusst zu entscheiden: Wo nutze ich KI zur Unterstützung – und wo braucht es meine Präsenz, meine Erfahrung und meine kommunikative Klarheit?

WHAT – Worum es im Seminar „KI als Co-Pilot“ konkret geht

Im Seminar steht nicht die Technik im Mittelpunkt, sondern die Führungsrolle in einer KI-gestützten Arbeitswelt. Die Teilnehmer:innen beschäftigen sich mit:

  • Führungskommunikation und Leadership-Skills im KI-Zeitalter
  • Klare Abgrenzung: Was bleibt Führungsaufgabe – was kann KI unterstützen?
  • Klarheit in Botschaften, Entscheidungen und Prioritäten
  • Schwierige Gespräche und konstruktives Feedback im digitalen Kontext
  • Präsenz, Haltung und Wirkung als Führungskraft
  • KI als Sparring-Partner für Vorbereitung und Reflexion

Der Fokus liegt auf praxisnaher Anwendung und direkter Übertragbarkeit in den Führungsalltag – in Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen.

Führung bleibt menschlich – auch im KI-Zeitalter

KI kann analysieren. Sie kann strukturieren. Sie kann formulieren.

Aber sie kann nicht führen.

Führung zeigt sich heute mehr denn je in klarer Kommunikation, Haltung und Beziehungsfähigkeit. Wer KI klug einsetzt und gleichzeitig die eigene Führungswirksamkeit stärkt, wird souveräner, effizienter und glaubwürdiger agieren.

Interesse an einer Zusammenarbeit?

Wenn Sie Ihre Führungskräfte auf die Herausforderungen einer KI-gestützten Arbeitswelt vorbereiten möchten oder das KI-Seminar als Inhouse-Training planen:

👉 Alle Details zum Seminar „KI als Co-Pilot“

Ich freue mich auf den Austausch mit Organisationen und Unternehmen, die Führung bewusst weiterentwickeln möchten.

Neue Seminare, aktuelle Termine, Impulse zu Führungskommunikation und Executive Presence – tragen Sie sich hier ein und verpassen Sie nichts.

Eine Gruppe gut gekleideter Führungskräfte trifft sich bei einer Firmenveranstaltung in einem modernen Büro mit deckenhohen Fenstern, die eine Stadtlandschaft zeigen. Die Umgebung ist warm beleuchtet und die Teilnehmer unterhalten sich in kleinen, lebhaften Gruppen über Smalltalk und tauschen Erkenntnisse und Ideen aus.

KI Hinweis: Foto: ChatGPT

So gelingt lockere und zielführende Kommunikation

Smalltalk wird oft unterschätzt – vor allem in der Geschäftswelt. Dabei ist er ein essenzielles Werkzeug für Führungskräfte. Ob im Meeting, bei Netzwerkveranstaltungen oder in informellen Gesprächen mit Mitarbeitenden und Kund:innen: Die Fähigkeit, souverän Smalltalk zu führen, stärkt Beziehungen, schafft Vertrauen und kann sogar Türen für neue Geschäftsmöglichkeiten öffnen.

Doch nicht jede Führungskraft fühlt sich mit Smalltalk wohl. Manche wissen nicht, wie sie ein Gespräch beginnen sollen, andere fürchten unangenehme Gesprächspausen. Die gute Nachricht: Smalltalk ist erlernbar. In diesem Beitrag bekommen Sie  praktische Tipps, wie Sie als Führungskraft authentisch und zielführend kommunizieren.

Die 5 goldenen Regeln für erfolgreichen Smalltalk

Damit Smalltalk locker und souverän wirkt, sollten Sie einige Grundregeln beachten:

1. Aktives Zuhören statt Monologe halten

Guter Smalltalk ist ein Dialog, kein Monolog. Stellen Sie  offene Fragen, hören Sie  aufmerksam zu und zeigen Sie  echtes Interesse an Ihrem Gegenüber.

2. Die richtige Balance zwischen Nähe und Distanz

Smalltalk sollte sympathisch wirken, ohne zu privat zu werden. Wählen Sie  Themen, die verbinden, aber nicht zu persönlich sind.

3. Positive Themen wählen

Vermeiden Sie  negative oder kontroverse Themen wie Politik oder Kritik am Unternehmen. Besser sind neutrale, positive Themen wie Reisen, Trends oder berufliche Erfahrungen.

4. Körpersprache bewusst einsetzen

Eine offene Haltung, Augenkontakt und ein freundliches Lächeln vermitteln Souveränität und Nahbarkeit.

5. Gespräche gezielt lenken

Als Führungskraft können Sie  Smalltalk strategisch nutzen, um Brücken zu schlagen oder wichtige Themen elegant einzuleiten.

 

 

Hier einige bewährte Themen, die beim Smalltalk fast immer funktionieren

  • Reisen: „Haben Sie einen Geheimtipp für eine besondere Stadt?“ „Was fasziniert Sie besonders an diesem Land?“
  • Technologie & Innovationen: „Welche neuen Entwicklungen in Ihrer Branche finden Sie spannend?“
  • Bücher & Filme: „Welches Buch hat Sie zuletzt inspiriert?“

 

📌 Mehr Tipps für wirkungsvolle Kommunikation? Hier weiterlesen!

 

Smalltalk in verschiedenen Führungssituationen – Praxis-Tipps

1. Smalltalk mit Mitarbeitenden

  • Meetings auflockern: Beginnen Sie mit einer lockeren Einstiegsfrage („Wie war dein Urlaub?“), um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.
  • Persönliche Nähe aufbauen: Nutzen Sie die Kaffeeküche oder gemeinsame Pausen, um authentisch ins Gespräch zu kommen.
  • Smalltalk als Brücke zu schwierigen Themen: Eine freundliche Gesprächseröffnung reduziert Anspannung.

2. Smalltalk mit Kund:innen & Geschäftspartner:innen

  • Netzwerken leicht gemacht: Finden Sie  schnell gemeinsame Interessen, indem Sie Fragen stellen wie: „Was haben Sie an diesem Vortrag besonders interessant gefunden?“
  • Dos & Don’ts im Kundengespräch:
    ✅ Interesse zeigen, aktiv zuhören und Gemeinsamkeiten finden.
    ❌ Keine politischen oder zu persönlichen Themen ansprechen.

3. Smalltalk auf Veranstaltungen und Konferenzen

  • Souverän Gespräche starten: Nutzen Sie  Fragen wie  „Was hat Sie an diesem Event besonders inspiriert?“.
  • Das Gespräch elegant beenden: „Es war spannend, sich mit Ihnen auszutauschen. Ich werde jetzt noch ein paar andere Leute kennenlernen.“

4. Smalltalk in unangenehmen Situationen

  • Peinliche Gesprächspausen überbrücken: „Das ist ein interessanter Punkt, was denken Sie dazu?“
  • Mit schwierigen Personen umgehen: Bleiben Sie höflich und  lenken Sie  das Gespräch geschickt auf ein neutrales Thema um.

📌 Möchten Sie Ihre Kommunikations- und Smalltalk-Fähigkeiten gezielt verbessern?
Buchen Sie ein kompaktes Schnupper-Training mit mir und erhalten Sie individuelle Tipps für Ihren Smalltalk als Führungskraft. Jetzt Termin buchen!

 

Neue Seminare, aktuelle Termine, Impulse zu Führungskommunikation und Executive Presence – tragen Sie sich hier ein und verpassen Sie nichts.

Warum Geschichten mehr bewegen als jede Kennzahl

Ich habe doch nichts zu erzählen.“ Diesen Satz höre ich in meinen Medien- und Präsentationstrainings ständig – von Menschen mit bemerkenswerten Karrieren, ungewöhnlichen Entscheidungen und Berufen, über die andere gerne mehr wüssten. Die Wahrheit ist: Jeder Mensch, jede Funktion, jedes Unternehmen hat eine Geschichte. Man muss sie nicht erfinden. Man muss sie finden, strategisch zuschneiden und überzeugend erzählen.

Für Führungskräfte ist das keine Stilfrage, sondern eine Kompetenzfrage. Storytelling ist eine der wirksamsten Komponenten der Führungskommunikation – wichtiger als die perfekte Folie, oft wichtiger als die Kennzahl selbst.

Warum Storytelling wirkt

Geschichten senken den kognitiven Aufwand: Unser Gehirn verarbeitet eine Erzählung nicht als Information, sondern beinahe als Erlebnis. Dabei entstehen innere Bilder, und Bilder erzeugen Emotionen. Emotionen wiederum steuern Aufmerksamkeit und Erinnerung – deutlich zuverlässiger als Fakten und Zahlen allein.

Genau deshalb hat sich Storytelling auch in der Führungsforschung als eigenständiges Feld etabliert. Angelica V. Marte, Universität Witten/Herdecke, beschreibt in ihrem Beitrag zu narrativer Führung (in: Chlopczyk, Hrsg., Beyond Storytelling, Springer, 2017), dass die Erzählungen vor, während und nach Führungsentwicklungsprogrammen den entscheidenden Teil ihrer Wirkung ausmachen – nicht die Inhalte allein. Führung wird demnach wesentlich über das Narrativ transportiert, das eine Führungskraft über sich, ihr Team und ihre Entscheidungen erzählt.

Storytelling als Führungsinstrument: die fünf Komponenten der Führungskommunikation

Eine gute Führungsgeschichte ist kein Zufallsprodukt. Sie bedient gezielt die fünf Komponenten, auf denen wirksame Führungskommunikation aufbaut – in meiner Arbeit gebündelt in der PARIS-Methode®:

  • Präsenz: Eine Geschichte holt Ihr Publikum aus der Zuhörerrolle und macht es zum Miterlebenden. Damit sind Sie im Raum präsent, nicht nur anwesend.
  • Autorität: Nicht die Position verleiht Autorität, sondern die glaubwürdig erzählte eigene Erfahrung. Eine Führungskraft, die ihren Weg – inklusive Umwegen – erzählt, wirkt fundierter als eine, die nur Ergebnisse verkündet.
  • Relevanz: Eine Geschichte ohne Anknüpfungspunkt zur Lebenswelt der Zuhörenden verpufft. Relevanz entsteht, wenn Ihr Team sich im Protagonisten oder im Problem wiedererkennt.
  • Inszenierung: Dramaturgie ist Handwerk. Spannungsbogen, Wendepunkt, Kontrast – das sind keine Effekthascherei, sondern die Werkzeuge, mit denen Sie steuern, was hängen bleibt.
  • Souveränität: Souverän erzählt, wer auswählt, was er erzählt – und was nicht. Die Kunst liegt in der Verknappung, nicht in der Vollständigkeit.

Wer diese fünf Komponenten bewusst einsetzt, nutzt Storytelling nicht als Anekdote am Rande, sondern als strategisches Element seiner Führungskommunikation.

Die Storytelling-Formel: 9 Bausteine für Ihre Führungsgeschichte

  1. Ein Protagonist, mit dem sich die Zuhörenden identifizieren können – oft Sie selbst, manchmal ein Teammitglied oder Kunde.
  2. Ein Problem oder eine Komplikation. Zuerst war das – dann geschah dies.
  3. Ein Wendepunkt – das „Plötzlich“, das jede gute Geschichte seit dem Märchen trägt.
  4. Eine Vision oder ein Ziel, auf das die Handlung zusteuert.
  5. Ein Zitat, das Nähe und Authentizität erzeugt: „Das schaffst du nie“, sagte der Kollege.
  6. Konkrete Emotion statt Adjektiv-Behauptung. Nicht „ich war ängstlich“, sondern: Die Kehle schnürte sich zu, die Hände begannen zu zittern.
  7. Pars pro toto: Erzählen Sie den einen entscheidenden Ausschnitt, nicht die ganze Geschichte. Verknappung schafft Spannung.
  8. Kontrast: Gut gegen böse, arm gegen reich, Zweifel gegen Zuversicht – Gegensätze machen eine Geschichte einprägsam.
  9. Eine Auflösung. Jede Führungsgeschichte braucht ein Ergebnis, an dem sich Ihre Botschaft festmacht.

Der Dreiakter: die Dramaturgie dahinter

Jede wirksame Führungsgeschichte folgt derselben Struktur: Ausgangslage – Problem – Lösung. Dieser Aufbau ist keine Formalität, sondern der Rahmen, der die neun Bausteine erst zu einer Geschichte zusammenfügt, die im Kopf bleibt.

Storytelling in der Praxis der Führungskommunikation

Sie müssen nicht auf die nächste Keynote warten, um Storytelling einzusetzen. Es wirkt genauso in:

  • Mitarbeitergesprächen, wenn Sie Feedback in eine Erfahrung einbetten statt in eine Bewertung.
  • Change-Kommunikation, wenn Sie den Weg zur Entscheidung erzählen statt nur das Ergebnis zu verkünden.
  • Teammeetings, wenn Sie ein Ziel über die Geschichte eines konkreten Kunden oder Falls greifbar machen.

Reflexionsfrage: Welche Geschichte erzählen Sie gerade – bewusst oder unbewusst – über sich als Führungskraft?

×