Für Führungskräfte, C-Level Manager:innen und Unternehmer:innen

 

Reduktion in der Führung: Weniger ist mehr

Executive Presence: Eine unbequeme Wahrheit

Sie müssen nicht mehr lernen. Sie müssen verlernen.

Wir leben in einer Zeit, die auf „mehr“ programmiert ist.

Mehr Wissen. Mehr Tools. Mehr Methoden. Mehr Input. Noch ein Seminar. Noch ein Modell. Noch ein Framework.

Auch Executive Presence wird oft so behandelt – als wäre sie ein Aufbauprojekt. Als ginge es darum, sich anzueignen, was fehlt.

Das ist falsch.

Die unbequeme Wahrheit

 

Die meisten Führungskräfte wirken nicht zu wenig. Sie wirken zu viel.

Zu viele Worte. Zu viele Erklärungen. Zu viele Absicherungen. Zu viel Bedürfnis, verstanden – oder gemocht – zu werden.

Was dabei verloren geht: Klarheit. Fokus. Präsenz.

Executive Presence entsteht nicht durch Aufbau. Sie entsteht durch Reduktion.

Was Reduktion konkret bedeutet:

  • Der eine Satz, der alles trägt – statt zehn, die nichts sagen.
  • Die klare Position – statt diplomatischer Unschärfe.
  • Die Pause – statt permanenter Rechtfertigung.

Fasten bedeutet nicht Verzicht. Fasten bedeutet Entscheidung.

Die Entscheidung, Raum zu schaffen für das, was zählt.

Übertragen auf Führung:

Nicht mehr sagen – sondern das Richtige. Nicht mehr zeigen – sondern das Wesentliche. Nicht mehr tun – sondern gezielt wirken.

Die stärksten Persönlichkeiten, die ich in meiner Arbeit erlebt habe, hatten eines gemeinsam: Sie waren nicht lauter. Nicht perfekter. Nicht komplexer.

Sondern klarer.

Führung beginnt nicht mit dem, was Sie hinzufügen.

Sondern mit dem, was Sie weglassen.

Gerade jetzt.

🪞Reflexionsfrage:

Was lassen Sie diese Woche bewusst weg – damit Ihre Wirkung stärker wird?

Erstgespräch buchen – ich sage Ihnen die Wahrheit.

 

Der Ankereffekt. Die unbequemste Wahrheit über Ihren ersten Satz.

Executive Presence

Der Ankereffekt. Die unbequemste Wahrheit über Ihren ersten Satz.

In jedem Seminar zum Thema Präsentieren erlebe ich dasselbe.

Egal ob Train-the-Trainer-Ausbildung oder Führungskräftetraining. Egal ob 25 oder 55 Jahre alt. Egal ob Berufseinsteiger oder Vorstandsmitglied.

Bei der ersten Präsentationsübung starten 7 oder 8 von 10 Personen grottenschlecht.

„Ja, also… ähm… guten Tag… ähm… ich freue mich ähm…“

Oder sie reden bereits, während sie noch nach vorne gehen – Rücken zum Publikum, Blick zur Wand, Gedanken irgendwo anders. Oder sie schenken dem Boden mehr Aufmerksamkeit als den Menschen, für die sie sprechen.

Der erste Eindruck: vermasselt. In unter fünf Sekunden.

Was mich nach mehr als 25 Jahren noch immer fassungslos macht: Es sind nicht die Unerfahrenen, die das am häufigsten tun. Es sind die Führungskräfte. Die Expert:innen. Die Menschen, die es eigentlich wissen müssten.

Der schwache Einstieg hat selten eine einzige Ursache. Manche glauben schlicht: Über das Thema kann ich reden. Das läuft. Und bereiten sich deshalb keinen Einstieg vor. Andere wollen die Sache schnell hinter sich haben – und stürzen sich hinein, bevor sie überhaupt angekommen sind. Wieder andere überspielen Nervosität mit Tempo. Das Ergebnis ist jedes Mal dasselbe.

Dabei ist genau dieser erste Moment das Mächtigste, was eine Präsentation zu bieten hat.

Der Ankereffekt. Die unbequemste Wahrheit über Ihren ersten Satz.

Ihr Inhalt ist nicht das Problem. Die meisten Führungskräfte, die schwach präsentieren, wissen viel. Oft zu viel. Sie haben Substanz, Argumente, Zahlen.

Was sie nicht haben: einen Anker.

Und ohne Anker entscheidet das Gehirn Ihres Publikums in den ersten Sekunden – unbewusst, unwiderruflich – ob es Ihnen zuhört. Oder nur anwesend ist.

Was die Forschung sagt

Schon in den 1940er Jahren beschrieb der Sozialpsychologe Solomon Asch den sogenannten Primacy-Effekt. Er ließ von Versuchspersonen zwei Menschen beurteilen. Sie erhielten folgende Informationen:

Person A: intelligent, fleißig, impulsiv, kritisch, stur, missgünstig.

Person B: missgünstig, stur, kritisch, impulsiv, fleißig, intelligent.

Dieselben sechs Eigenschaften. Nur die Reihenfolge war vertauscht.

Das Ergebnis: Person A wurde signifikant positiver bewertet als Person B. Die Reihenfolge der Informationen hat die Wahrnehmung massiv beeinflusst. Der erste Eindruck hatte bereits entschieden, wie alle weiteren Informationen interpretiert wurden. Dies zeigt, dass unser Gehirn nicht alle Informationen gleich gewichtet, sondern kognitiv verzerrt,

Amon Tversky und Daniel Kahneman nannten dieses Prinzip später den Ankereffekt – Menschen setzen den ersten verfügbaren Referenzpunkt als Maßstab – und korrigieren danach kaum noch wirklich nach. Nicht weil sie nicht wollen. Sondern weil das Gehirn so gebaut ist.

Was das für Sie bedeutet, wenn Sie das nächste Mal einen Raum oder eine Bühne betreten und zu sprechen beginnen?

Ihr erster Satz ist kein Warm-up. Er ist das Urteil.

➡️ Die unbequeme Wahrheit:

Wer mit „Ich freue mich, heute hier zu sein“ beginnt, setzt einen Anker. Nur den falschen.Den der Austauschbarkeit.

Führungskräfte, die glauben, ihr Inhalt werde sie retten, unterschätzen systematisch eines: Bevor jemand einem Argument zuhört, hat er bereits entschieden, ob er der Person vertraut. Und diese Entscheidung fällt in den ersten Milli-Sekunden – nicht in der Mitte der Präsentation.

Wie echte Leader starten

Sie kommen ans Pult. Und sie beginnen nicht sofort.

Sie halten inne. Einen Atemzug lang. Manchmal zwei.

Der Blick geht ins Publikum – ruhig, nicht suchend. Präsent, nicht nervös.

Erst dann: der erste Satz. Klar. Ohne „ähm“. Ohne „eigentlich“. Ohne Anlauf.

Dieser Moment der Stille ist kein Zögern. Er ist Absicht. Er sagt, bevor noch ein Wort gesprochen wurde: Ich bin hier. Ich weiß, warum. Und Sie sollten zuhören.

Stellen Sie sich vor:

Sie betreten einen Raum mit 200 Menschen. Stille. Ihr Blick erfasst den Raum. Dann sagen Sie – ohne Räuspern, ohne Anlauf:

„Jede Führungskraft in diesem Raum hat schon einmal eine Entscheidung getroffen, die sie im Nachhinein bereut hat. Weil sie zu früh gesprochen hat. Heute reden wir darüber, wann Schweigen die stärkste Führungsgeste ist.“

Kein Applaus-Knopf nötig. Der Raum gehört Ihnen – weil Sie ihn sich genommen haben. Mit Haltung. Mit Klarheit. Mit dem richtigen Anker.

Das ist Executive Presence.

Was das mit Executive Presence zu tun hat

Präsenz ist nicht das, was Sie ausstrahlen, wenn Sie entspannt sind. Präsenz ist das, was Sie hinterlassen, wenn Sie weg sind.

Wer den Raum mit einem starken Anker betritt – inhaltlich, stimmlich, körpersprachlich – definiert die Energie. Alle anderen reagieren darauf.

Wer ohne Vorbereitung ans Pult tritt und hofft, der Inhalt trägt ihn, bittet unbewusst um Nachsicht. Führungskräfte brauchen keine Nachsicht. Sie brauchen Klarheit – und die beginnt mit dem ersten Wort.

🪞Reflexionsfrage:

Wie lautet Ihr erster Satz – in Ihrer nächsten Präsentation, in Ihrem nächsten Meeting, in Ihrem nächsten Vorstandsgespräch?

Setzt er einen Anker? Oder löst er sich auf, bevor jemand wirklich zuhört?

 

Der erste Eindruck entscheidet. In Präsentationen. In Verhandlungen. In Führung.

Wie ist Ihrer?

Erstgespräch buchen – ich sage Ihnen die Wahrheit.

 

Frauen führen anders

Female Leadership und Exexutive Presence: Eine unbequeme Wahrheit

Frauen führen anders. Warum das ein Vorsprung ist.

➡️ Die unbequeme Wahrheit zuerst

Eine groß angelegte Analyse von Zenger & Folkman, veröffentlicht in der Harvard Business Review (2019), wertete über 60.000 360-Grad-Feedbacks aus – entlang von 16 zentralen Führungskompetenzen.

Das Ergebnis ist eindeutig:

  Frauen wurden in 84 % der gemessenen Kompetenzen höher bewertet als ihre männlichen Kollegen.

  Männer lagen in genau einer Kategorie vorne: passives Management – also Nicht-Eingreifen, Abwarten, Nicht-Führen.

Diese Daten stammen nicht aus einer emotionalen Grundsatz-Debatte.
Sie basieren auf 360-Grad-Feedbacks aus Organisationen unterschiedlichster Branchen.

Und dennoch hält sich hartnäckig eine Frage, die eigentlich längst beantwortet sein müsste:

Können Frauen führen?

Stattdessen sollte die Frage heißen:

Warum ignorieren Systeme weiterhin, was empirisch längst belegt ist?

Wer heute noch an der Führungsfähigkeit von Frauen zweifelt, zweifelt nicht an Frauen.
Sondern an Fakten.

10 wissenschaftlich belegte Leadership-Vorteile von Frauen

  1. Transformationale Führung
    Frauen führen häufiger inspirierend, entwicklungsorientiert und motivierend – ein Stil, der in komplexen Umfeldern als besonders wirksam gilt.
    (Eagly, Johannesen-Schmidt & van Engen, 2003)
  2. Empathie mit Leistungswirkung
    Empathische Führung steigert Engagement, Loyalität und Performance messbar. Frauen werden hier konsistent höher bewertet.
    (Zenger & Folkman, HBR, 2020)
  3. Krisenkompetenz
    Während der COVID-19-Pandemie zeigte sich der größte je gemessene Kompetenzvorsprung von Frauen – insbesondere in Kommunikation und Vertrauensaufbau.
    (Zenger & Folkman, HBR, 2020)
  4. Initiative und Ergebnisstärke
    In Resilienz, Initiative und Zielerreichung werden Frauen signifikant höher bewertet. Das Klischee mangelnder Ergebnisorientierung ist empirisch widerlegt.
    (Zenger & Folkman, HBR, 2019)
  5. Integrität als Führungsfaktor
    Frauen schneiden konsistent höher in Ehrlichkeit und Vertrauensaufbau ab – ein entscheidender Faktor in Zeiten sinkender institutioneller Glaubwürdigkeit.
    (Zenger & Folkman, HBR, 2019)
  6. Innovationskraft durch Diversität
    Diverse Führungsteams entscheiden differenzierter und innovativer. Unternehmen mit höherem Frauenanteil zeigen signifikant stärkere Innovationsleistung.
    (Nature Portfolio, Humanities and Social Sciences Communications, 2024)
  7. Governance-Qualität
    Unternehmen mit mehr Frauen in Aufsichtsgremien verzeichnen signifikant weniger Governance-Skandale.
    (MSCI Board Diversity Research)
  8. Lern- und Feedbackorientierung
    Frauen investieren aktiver in Weiterentwicklung und reflektieren ihr Führungsverhalten intensiver – ein zentraler Hebel für Zukunftsfähigkeit.
    (Zenger & Folkman, HBR, 2019)
  9. Demokratische UND klare Führung
    Meta-Analysen zeigen höhere Bewertungen in partizipativer, ethischer und zugleich leistungsorientierter Führung.
    (Paustian-Underdahl et al., Leadership Quarterly, 2024)
  10. Mitarbeiterbindung und wirtschaftlicher Erfolg
    Unternehmen mit über 30 % Frauen in Führung übertreffen Wettbewerber häufiger finanziell – getragen von höherem Engagement und psychologischer Sicherheit.
    (McKinsey, 2024)

 

🪞Reflexionsfrage

Wer wird in Ihrem Unternehmen gesehen, gehört und als „führungstauglich“ wahrgenommen –
und wer trägt Verantwortung, ohne im Entscheidungsraum präsent zu sein?

Wenn Sie als Frau in Verantwortung nicht länger darauf warten möchten, entdeckt zu werden, sondern Ihre Wirkung gezielt gestalten wollen – mit Klarheit, Präsenz und einer Führungskraft, die nicht angepasst, sondern authentisch ist – dann ist „Unübersehbar“ der konsequente nächste Schritt.

Denn Führung entsteht nicht im Stillen.
Sie entsteht dort, wo Kompetenz sichtbar wird.

Barbara Riedl-Wiesinger und ich begleiten Sie dabei.

Alle Informationen finden Sie hier:
kommunikations-trainerin.at/unuebersehbar

Sie nutzen KI. Aber kennen Sie die Bias, die dabei entstehen?

Letzte Woche. In meinem Seminar KI als Co-Pilot in der Führung. Eine Runde erfahrener Führungskräfte. Meine Frage: „Welche kognitiven Bias kennen Sie – und wissen Sie, wie diese Ihre Arbeit mit KI verzerren?“

Nachdenkliche Stille im Raum.

KI ist längst im Arbeitsalltag von Führungskräften angekommen. Strategiepapiere, Risikoanalysen, Kommunikationsentwürfe – vieles läuft heute durch einen Algorithmus, bevor es auf dem Schreibtisch landet oder im Meeting präsentiert wird.

Das Problem ist nicht die Technologie. Das Problem ist, was wir ihr unbewusst mitgeben.

Grace Chang und Heidi Grant von EY Behavioral Science beschreiben im Harvard Business Review (Januar 2026) ein entscheidendes Muster: Bias entsteht nicht nur in der KI – sie entstehtendurch uns. Und zwar in drei Phasen, die die meisten Führungskräfte nicht auf dem Radar haben.

Vor dem Prompten bestimmt der Halo- oder Horns-Effekt, ob jemand KI unkritisch übernimmt oder pauschal ablehnt. Während des Promptens verzerrt Leading Question Bias die Fragestellung – die KI antwortet auf das, was wir ihr nahelegen, nicht auf das, was wir wirklich wissen müssen. Nach dem Prompten sorgt der Endowment Effect dafür, dass wir eigene KI-Outputs besser bewerten als sie sind – weil wir Energie investiert haben.

Ihr Fazit: „Bias in AI isn’t just baked into the data – it’s shaped by us.“

Parallel dazu haben Forschende von Anthropic und der University of Toronto über 1,5 Millionen Claude-Konversationen analysiert. Ihr Befund: drei zentrale Risiken – Verzerrung der Wahrnehmung, Veränderung von Überzeugungen, Einfluss auf konkretes Handeln.

Die Frage ist also nicht mehr, ob KI den Menschen beeinflussen kann. Die Frage ist: Wie viel Entscheidungsmacht überlassen wir ihr freiwillig?

Die fünf Bias, die im Umgang mit KI meiner Ansicht nach am gefährlichsten sind:

→ Automation Bias Wir vertrauen Maschinen mehr als Menschen – weil Algorithmen „objektiver“ wirken. Beispiel: Eine Führungskraft übernimmt die KI-generierte Risikoanalyse ungeprüft ins Board-Meeting. Die Datenbasis war veraltet. Niemand hat nachgefragt.

→ Confirmation Bias Wir formulieren Prompts so, dass wir bekommen, was wir ohnehin schon denken. Beispiel: „Welche Argumente sprechen für unsere neue Strategie?“ – Die Gegenfrage stellt niemand. Die KI liefert brav, was gefragt wird.

→ Anchoring Bias Der erste Output wird zur unsichtbaren Benchmark. Alle Folgefragen drehen sich darum. Beispiel: Die KI schlägt ein Gehalt von 80.000 € vor. Die gesamte weitere Verhandlung bewegt sich in diesem Korridor – obwohl der Markt 95.000 € hergibt.

→ Availability Bias Was leicht abrufbar ist, wirkt wahrer – und KI-Outputs fühlen sich immer verfügbar und plausibel an. Beispiel: Eine Führungskraft nutzt das erste KI-Beispiel für eine Branchenanalyse, weil es gut klingt. Dass es aus einem Nischenmarkt stammt, fällt nicht auf.

→ Authority Bias Wer oder was professionell formuliert, wird als kompetent eingestuft – KI schreibt immer professionell. Beispiel: Ein KI-generiertes Strategiepapier klingt wie McKinsey. Es wird als solide eingestuft – dabei fehlt jede kontextspezifische Tiefe.

Genau deshalb braucht es bewusste Reflexion. Echte Gespräche. Räume, in denen Denken nicht delegiert wird.

Die Realität bleibt unverzerrt, wenn Führungskräfte sich mit echten Menschen austauschen – nicht nur mit einem System, das immer antwortet, immer zustimmt und immer professionell klingt.

➡️ Die unbequeme Wahrheit:

Wer KI einsetzt, ohne Bias zu kennen, delegiert keine Arbeit. Er delegiert sein Urteilsvermögen.

🪞 Reflexionsfrage für diese Woche: Wann haben Sie zuletzt einen KI-Output aktiv hinterfragt – und wann haben Sie ihn einfach weitergegeben, weil er gut geklungen hat?

Quellen: Chang, G. & Grant, H. (2026). When AI Amplifies the Biases of Its Users. Harvard Business Review, Januar 2026. / Kahneman, D. (2011). Thinking, Fast and Slow.

Dieser Blog-Beitrag ist auch  in meiner Linkedin Serie Eine unbequeme Wahrheit erschienen.

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KI als Co-Pilot

KI in der Führung: Warum Führung neu gedacht werden muss

– und Kommunikation jetzt entscheidend wird

Künstliche Intelligenz verändert Arbeitsprozesse, Entscheidungswege und Kommunikationsformen schneller, als viele Organisationen Schritt halten können. Führungskräfte stehen vor einer zentralen Frage: Welche Rolle spielt KI in der Führung künftig – und was bleibt eindeutig menschliche Aufgabe?

In den letzten Wochen habe ich mich intensiv mit diesem Spannungsfeld beschäftigt. Aus zahlreichen Gesprächen mit Führungskräften, eigenen Recherchen und praktischer Erfahrung ist ein klares Bild entstanden: KI wird bleiben. Aber Führung darf nicht delegiert werden.

Daraus ist mein neues Seminar entstanden:


„KI als Co-Pilot in der Führung“

WHY – Warum KI in der Führung jetzt zum Thema werden muss

KI analysiert Daten, strukturiert Inhalte, formuliert Texte und bereitet Entscheidungsgrundlagen vor. Sie kann Prozesse beschleunigen und Komplexität reduzieren – das ist unbestritten.

Was KI in der Führung nicht leisten kann:

  • Verantwortung übernehmen
  • Vertrauen aufbauen
  • Stimmungen im Team wahrnehmen
  • Haltung zeigen
  • Schwierige Gespräche führen

Gerade deshalb wird die kommunikative Kompetenz von Führungskräften künftig noch entscheidender. In einer digitalisierten Arbeitswelt brauchen Mitarbeitende mehr Orientierung, nicht weniger. Mehr Klarheit. Mehr Dialog. Mehr Verlässlichkeit.

Technologie ersetzt keine Führung – sie verstärkt sie. Im Guten wie im Schlechten.

HOW – KI als Co-Pilot sinnvoll einsetzen: So geht es

KI ist kein Ersatz für Führung, sondern ein Werkzeug. Richtig eingesetzt, kann sie Führungskräfte spürbar entlasten – etwa bei:

  • Strukturierung komplexer Themen und Projekte
  • Vorbereitung von Meetings und Präsentationen
  • Entwicklung von Gesprächsleitfäden
  • Reflexion von Entscheidungen
  • Szenarienanalyse und strategischer Vorbereitung

Die Verantwortung für Tonalität, Haltung und Beziehungsgestaltung bleibt dabei stets beim Menschen.

Führung bedeutet, bewusst zu entscheiden: Wo nutze ich KI zur Unterstützung – und wo braucht es meine Präsenz, meine Erfahrung und meine kommunikative Klarheit?

WHAT – Worum es im Seminar „KI als Co-Pilot“ konkret geht

I

Im Seminar steht nicht die Technik im Mittelpunkt, sondern die Führungsrolle in einer KI-gestützten Arbeitswelt. Die Teilnehmer:innen beschäftigen sich mit:

  • Führungskommunikation und Leadership-Skills im KI-Zeitalter
  • Klare Abgrenzung: Was bleibt Führungsaufgabe – was kann KI unterstützen?
  • Klarheit in Botschaften, Entscheidungen und Prioritäten
  • Schwierige Gespräche und konstruktives Feedback im digitalen Kontext
  • Präsenz, Haltung und Wirkung als Führungskraft
  • KI als Sparring-Partner für Vorbereitung und Reflexion

Der Fokus liegt auf praxisnaher Anwendung und direkter Übertragbarkeit in den Führungsalltag – in Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen.

Führung bleibt menschlich – auch im KI-Zeitalter

KI kann analysieren. Sie kann strukturieren. Sie kann formulieren.

Aber sie kann nicht führen.

Führung zeigt sich heute mehr denn je in klarer Kommunikation, Haltung und Beziehungsfähigkeit. Wer KI klug einsetzt und gleichzeitig die eigene Führungswirksamkeit stärkt, wird souveräner, effizienter und glaubwürdiger agieren.

Interesse an einer Zusammenarbeit?

Wenn Sie Ihre Führungskräfte auf die Herausforderungen einer KI-gestützten Arbeitswelt vorbereiten möchten oder das KI-Seminar als Inhouse-Training planen:

👉 Alle Details zum Seminar „KI als Co-Pilot“

Ich freue mich auf den Austausch mit Organisationen und Unternehmen, die Führung bewusst weiterentwickeln möchten.

 

Eine Gruppe gut gekleideter Führungskräfte trifft sich bei einer Firmenveranstaltung in einem modernen Büro mit deckenhohen Fenstern, die eine Stadtlandschaft zeigen. Die Umgebung ist warm beleuchtet und die Teilnehmer unterhalten sich in kleinen, lebhaften Gruppen über Smalltalk und tauschen Erkenntnisse und Ideen aus.

Bild (c)ChatGPT

Smalltalk für Führungskräfte

So gelingt lockere und zielführende Kommunikation

Smalltalk wird oft unterschätzt – vor allem in der Geschäftswelt. Dabei ist er ein essenzielles Werkzeug für Führungskräfte. Ob im Meeting, bei Netzwerkveranstaltungen oder in informellen Gesprächen mit Mitarbeitenden und Kund:innen: Die Fähigkeit, souverän Smalltalk zu führen, stärkt Beziehungen, schafft Vertrauen und kann sogar Türen für neue Geschäftsmöglichkeiten öffnen.

Doch nicht jede Führungskraft fühlt sich mit Smalltalk wohl. Manche wissen nicht, wie sie ein Gespräch beginnen sollen, andere fürchten unangenehme Gesprächspausen. Die gute Nachricht: Smalltalk ist erlernbar. In diesem Beitrag bekommen Sie  praktische Tipps, wie Sie als Führungskraft authentisch und zielführend kommunizieren.

Die 5 goldenen Regeln für erfolgreichen Smalltalk

Damit Smalltalk locker und souverän wirkt, sollten Sie einige Grundregeln beachten:

1. Aktives Zuhören statt Monologe halten

Guter Smalltalk ist ein Dialog, kein Monolog. Stellen Sie  offene Fragen, hören Sie  aufmerksam zu und zeigen Sie  echtes Interesse an Ihrem Gegenüber.

2. Die richtige Balance zwischen Nähe und Distanz

Smalltalk sollte sympathisch wirken, ohne zu privat zu werden. Wählen Sie  Themen, die verbinden, aber nicht zu persönlich sind.

3. Positive Themen wählen

Vermeiden Sie  negative oder kontroverse Themen wie Politik oder Kritik am Unternehmen. Besser sind neutrale, positive Themen wie Reisen, Trends oder berufliche Erfahrungen.

4. Körpersprache bewusst einsetzen

Eine offene Haltung, Augenkontakt und ein freundliches Lächeln vermitteln Souveränität und Nahbarkeit.

5. Gespräche gezielt lenken

Als Führungskraft können Sie  Smalltalk strategisch nutzen, um Brücken zu schlagen oder wichtige Themen elegant einzuleiten.

 

 

Hier einige bewährte Themen, die beim Smalltalk fast immer funktionieren

  • Reisen: „Haben Sie einen Geheimtipp für eine besondere Stadt?“ „Was fasziniert Sie besonders an diesem Land?“
  • Technologie & Innovationen: „Welche neuen Entwicklungen in Ihrer Branche finden Sie spannend?“
  • Bücher & Filme: „Welches Buch hat Sie zuletzt inspiriert?“

 

📌 Mehr Tipps für wirkungsvolle Kommunikation? Hier weiterlesen!

 

Smalltalk in verschiedenen Führungssituationen – Praxis-Tipps

1. Smalltalk mit Mitarbeitenden

  • Meetings auflockern: Beginnen Sie mit einer lockeren Einstiegsfrage („Wie war dein Urlaub?“), um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.
  • Persönliche Nähe aufbauen: Nutzen Sie die Kaffeeküche oder gemeinsame Pausen, um authentisch ins Gespräch zu kommen.
  • Smalltalk als Brücke zu schwierigen Themen: Eine freundliche Gesprächseröffnung reduziert Anspannung.

2. Smalltalk mit Kund:innen & Geschäftspartner:innen

  • Netzwerken leicht gemacht: Finden Sie  schnell gemeinsame Interessen, indem Sie Fragen stellen wie: „Was haben Sie an diesem Vortrag besonders interessant gefunden?“
  • Dos & Don’ts im Kundengespräch:
    ✅ Interesse zeigen, aktiv zuhören und Gemeinsamkeiten finden.
    ❌ Keine politischen oder zu persönlichen Themen ansprechen.

3. Smalltalk auf Veranstaltungen und Konferenzen

  • Souverän Gespräche starten: Nutzen Sie  Fragen wie  „Was hat Sie an diesem Event besonders inspiriert?“.
  • Das Gespräch elegant beenden: „Es war spannend, sich mit Ihnen auszutauschen. Ich werde jetzt noch ein paar andere Leute kennenlernen.“

4. Smalltalk in unangenehmen Situationen

  • Peinliche Gesprächspausen überbrücken: „Das ist ein interessanter Punkt, was denken Sie dazu?“
  • Mit schwierigen Personen umgehen: Bleiben Sie höflich und  lenken Sie  das Gespräch geschickt auf ein neutrales Thema um.

📌 Möchten Sie Ihre Kommunikations- und Smalltalk-Fähigkeiten gezielt verbessern?
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